Norbert und die schwarze Witwe

Merkel hat wieder einen vermeintlichen Kronprinzen abgeschossen. Das hat sie einfach drauf oder wie ich gerade in der Nachbarschaft geschrieben habe:

Angie ist eben ein echter Knipser vor dem Tor und bringt die scharfe Hereingabe des auf rechts spielenden Bayern Seehofer ebenso unhaltbar wie eiskalt im Netz unter.

Merkel erweist sich wieder einmal als schwarze Witwe. Man kann seinen Spaß mit ihr haben, muss sich aber in jeder Sekunde darüber im Klaren sein, das dieser Spaß auch ganz schnell den Kopf kosten kann, wenn es ihr in den Kram passt. Röttgen hat es nun den Kopf gekostet und er reiht sich nun ein in die Schlange derer, die fälschlicherweise dachten, man könne sich auf Merkel einlassen und mit heiler Haut davon kommen wenn’s mal nicht gut läuft.

Dies gilt im übrigen nicht nur für Minister. Auch Parteien scheint die Zusammenarbeit mit dieser Frau nicht gut zu bekommen: Sowohl die SPD als auch die FDP stürzten im Laufe der Koalitionszeit in der Wählergunst regelrecht ab. (Die FDP liegt derzeit unter der 5%-Hürde)

 


 

Mal was anderes

Sonst gibt’s ja immer nur Sendungen mit Prommis, in denen sie dann beweisen können, was sie alles nicht können -kochen zum Beispiel. Diesmal hätte man sich ansehen können, was Politiker so alles nicht können -z.B. Drachenboot fahren.oder  Baggern -siehe 1. Kommentar.

 

Ausgeglichen

Wie schön. Düsseldorf steigt auf und gleicht den Verlust an Chaoten, den die erste Liga  durch den Abstieg des 1. FC Köln erlitten hat, offenbar würdig aus. Während das letzte Ligaspiel der Kölner im schwarzen Rauch verschwand musste das vorerst letzte Spiel der Düsseldorfer in der zweiten Liga kurz vor Schluss unterbrochen werden, weil der Rasen gestürmt wurde.

Beste Unterhaltung beim Volkssport.

Die machen wir alle

Das ist doch mal eine schöne Meldung: Die deutsche Wirtschaft brummt mal  wieder meldet SPON. Das ist natürlich eine erfreuliche Meldung, zeigt es doch, das wir es weiterhin sehr erfolgreich schaffen, andere Staaten nieder zu konkurrieren. Später dürfen dann wieder alle greinen, weil wir den Verlierern mittels Rettungsschirmen Geld verschaffen müssen, damit die “nicht konkurrenzfähigen Länder” weiterhin Geld von den berühmten Märkten bekommen, weil sonst die Gefahr besteht, dass unsere Währungszone insgesamt ihre Kreditwürdigkeit verliert. *.*

Diesen Ländern ergeht es damit nicht viel besser als den Arbeitslosen, die für die Mehrung des Reichtums -und um nichts anderes geht es letztendlich in der kapitalistischen Konkurrenzwirtschaft- nicht mehr gebraucht werden. Hierzulande geben wir den Überflüssigen  HartzIV und analog dazu garantieren die Siegerländer den Verlierernationen den Kredit, wenn sie bereit sind, die unter der  Bezeichnung “Strukturreformen” bekanntgewordenen Kürzungen bei  Löhnen und  Sozialabgaben vorzunehmen. Das ruiniert zwar deren Wirtschaften endgültig, sorgt aber dafür, dass der Kreditfluss soweit aufrecht erhalten wird, dass die Staaten zum einen ihr soziales Elend verwalten und zum anderen die innere Sicherheit zumindest soweit aufrecht erhalten können, dass es nicht zum offenen Bürgerkrieg kommt.

Natürlich ist das alles nicht so schön und will  nicht nicht so recht zu dem in öffentlichen Feierstunden immer wieder inbrünstig besungenen “vereinigten Europa der Völker” passen, aber dafür können wir z.B. nach Holland fahren ohne Geld umtauschen zu müssen oder in den Läden vor Ort die Preise umzurechnen. Das ist es doch allemal wert.

Die Einführung des Euro war wir für die Exportwirtschaft ein Riesenerfolg und am Boom, den der Euro in den Ländern auslöste, die sich durch dessen Einführung plötzlich viel günstiger Verschulden konnten und den Milliarden, die als “Strukturhilfe” zusätzlich in die Länder geflossen sind, haben Banken und Konzerne prächtig verdient. Verstärkt wurde das ganze noch durch die vornehme Lohnzurückhaltung der hiesigen, von “Globalisierung” und dem Absturz in die Armutsverwaltung der Agenda 2010 verängstigten Arbeiterschaft, die so einen nicht unerheblichen Beitrag zum Erfolg “des Standorts Deutschland” leistete und damit auch zum Untergang derer, deren Kreditwürdigkeit jetzt gerettet werden muss.

Jetzt ist die Party vorbei und wie immer im Kapitalismus geht es jetzt darum, die Schäden zu bezahlen. Die vordem erzielten Gewinne sind längst in den Taschen von Aktionären und Anlegern verschwunden und somit für die Sozialisierung der Kosten nicht mehr verfügbar. Die jetzt am Pranger stehenden Länder waren schon vorher keine ernsthafte Gefahr für die hochproduktiven Länder der Eurozone aber jetzt sind sie nur nicht konkurrenzfähig, sondern auch noch hoch verschuldet. Ein Sieg auf ganzer Linie und der Zeitpunkt ist gekommen, über die bedingungslose Kapitulation zu verhandeln. (Das in diesem Zusammenhang jetzt wieder vom “Marschallplan”, mit dem das nach dem verlorenen Weltkrieg völlig zerstörte Deutschland wieder flott gemacht werden sollte, die Rede ist, spricht da irgendwie Bände.)

Wie die Länder zu retten sein sollen weiß kein Mensch und es wäre vielleicht an der Zeit, mal  ganz grundsätzlich über die Sinnhaftigkeit des gesamten Systems nachzudenken, aber davor bewahren uns Gott Lob die Heerscharen an Ökonomen, die nicht aufhören, den öffentlichen Diskurs in den obskuren Theorietunnel ihrer religiösen Marktverehrung zu zwingen. Über 50%  Jungentarbeitslosigkeit und Spanien und Griechenland?  Egal, da hilft nur Weitersparen, Reformieren und Medizin, die nicht bitter schmeckt, hilft sowieso nicht. Das weiß doch jedes Kind!

Um zum Anfang zu zu kehren: Das die deutsche Wirtschaft brummt bedeutet nichts anderes, als dass die Konkurrenz weiter an Boden verloren hat und Gefahr läuft unterzugehen, wenn es nicht gelingt, das Blatt zu wenden. Die Länder der Südschiene haben versucht, mit viel Geld -ohne das im Kapitalismus nichts geht- Konkurrenzfähigkeit unter dem Dach der gemeinsamen Währung  zu erreichen und sind gescheitert. (Dass sie im Ergebnis auch noch viel Geld für die Rettung ihrer Banken ausgeben mussten und daraus ein großer Teil der Schulden resultiert, mal außen vor gelassen.)

Ob die Meldung tatsächlich eine Erfolgsmeldung ist mag jeder selbst entscheiden. Ich verstehe sie so, dass der Krieg nicht vorbei ist.

Umzugskartons billig abzugeben

Herr Röttgen braucht jetzt doch keine Umzugskartons, denn er bleibt in Berlin. Irgendwie hatte er das wohl schon geahnt, dass es für Wahlkämpfer ein klarer Nachteil ist, dass an Wahlen Wähler teilnehmen und diese sich gelegentlich gegen einen Kandidaten entscheiden. Immerhin muss er jetzt nicht umziehen, allerdings wird er  in Berlin in Zukunft wohl noch kleinerer Brötchen backen als ohnehin schon.
Wir erinnern uns: Als Mutti seinerzeit den Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Einstieg in den Ausstieg der Kernernergie verhandelte war Röttgen bekanntlich schon nicht mehr am Tisch. Mutti Merkel hatte ihm ihm abends seinen Teddy in den Arm gedrückt und den kleinen Norbert schon mal ins Bett geschickt, bevor es richtig ernst wurde.
Vielleicht muss er ja in Zukunft  gar nicht mehr erscheinen, wenn es was wichtiges zu entscheiden gibt. Er könnte sich ein Steckenpferd suchen, wie die Familienmisterin, die sich nach der Amtsübernahme erst einmal Zeit für  privaten Anschauungsunterricht nahm und dann, zwar nicht klüger aber als Ministerin zweifellos kompetenter, da jetzt immerhin mit eigener Kleinfamilie ausgestattet, mit neuem Schwung ins Amt zurück kehrte.

Für einen Umweltminister würde sich da zweifellos ein eigener Garten anbieten. Danach kann er ja auch ein Buch schreiben (lassen), in dem er sich z.B. mit den ganzen Ökos anlegt und dann sind ja auch bald schon wieder Wahlen…

In Nuke

Neulich in der Stadt: Ein Junger Mann wühlt im öffentlichen Mülleimer einer Bushaltestelle und fördert zwar eine Pfandflasche zu Tage, aber auch jede Menge Müll, der zunächst nur achtlos herunterfällt, bis schließlich wegen der heftigen Wühlerei die Verriegelung des Mülleimers auf geht  und der Inhalt sich komplett auf den Bürgersteig ergießt. Der junge Mann mustert des Müllhaufen kurz und lässt ihn, nachdem er festgestellt hat, dass der kleine Unfall keine weiteren Beutestücke ans Tageslicht gefördert hat, achtlos liegen und macht sich zum nächsten Mülleimer auf.

Als aufmerksamer Zeitgenosse fällt einem natürlich sofort auf, dass hier so einiges nicht stimmt und das hier weder sachgemäß, noch nachhaltig gearbeitet wird. Wir kennen das ja mittlerweile zur Genüge aus anderen Bereichen der Marktwirtschaft, welche Folgen es hat, wenn man die Marktteilnehmer nicht nur weitestgehend gewähren lässt, sondern nicht mal dafür sorgt, dass wenigstens gewisse Mindeststandards eingehalten eingehalten werden. So ist in der jungen Branche nicht sichergestellt, dass die dort tätigen Kleinunternehmer wenigstens über ein Minimum an Qualifikation, wie etwa einem Basiswissen aus dem Bereich Abfallentsorgung und wenigstens solide Grundkenntnisse über die Technik und Beschaffenheit der gebräuchlichsten Abfallbehältnisse mitbringen müssen.

Der Pfandflaschensammelmarkt ist ein noch sehr junger und deswegen in vielen Bereichen leider noch unregulierter Markt, dessen Boom einer der Errungenschaften der Schröderkoalition und ihrer Agenda 2010 ist. Noch aber darf jeder losgehen und die Mülleimer, die Parks und Plätze der  Stadt nach Pfandflaschen durchsuchen, mit allen Folgen, die das für die Bürger der Städte hat. Auch gibt es keinerlei zeitliche Vorgaben, sondern es darf zu jeder Tages-  und Nachtzeit gesucht werden. Was das für die Bürger bedeutet, die abends in die Stadt gehen, um ihren Alltag zu vergessen und ein wenig Spaß zu haben, konnte man letztens auf einem Stadtfest beobachten: Man steht in kleinen Gruppen zusammen, trinkt und hört sich die Livemusik an und irgendwann fällt einem auf, dass die kleinen Gruppen der Trinker regelrecht umlagert sind von Pfandflaschenjägern, die nur darauf warten, dass da jemand beschließt, die mitgebrachten Flaschen nach dem Austrinken nicht wieder mit nach Hause zu nehmen, sondern einfach vor Ort stehen zu lassen. Man fühlt sich unwillkürlich an den ein oder anderen Urlaub in armen Ländern erinnert, wo irgendwelche Bettler oder Geschäftemacher hinter einem herlaufen und wie verrückt ihre Waren oder Dienstleistungen anpreisen. Hinzukommt ein leise Gefühl der Unsicherheit, weil unweigerlich die Frage aufkommt, wie es um die Manieren dieser Wildwest-Unternehmer bestellt ist und wie lange es wohl noch dauert, bis der Erste auf die Idee kommt, nicht mehr nur darauf zu warten, bis jemand seine Flasche ausgetrunken und weg gestellt hat, sondern dazu übergeht, den Betreffenden die gewinnbringende Ware direkt abzunehmen. Das es Probleme macht, wenn die menschliche Gier die Oberhand über das Geschäft gewinnt weil  es an sinnvoller Regulierung fehlt, wissen wir spätestens seit der Finanzkrise und den Übertreibungen der Banker.  Hier wären auch die Kommunen gefordert, die es schließlich sonst auch recht gut hinbekommen, die Orte und Plätze ihrer Städte z. B. von Bettlern frei zu halten, damit die Freude beim Schoppen nicht durch die glanzvolle Fülle der Regale unangenehm kontrastierende, zudem oft auch noch recht ungewaschen wirkende Armutsgestalten getrübt wird.

Es könnte Abhilfe geschaffen werden, wenn man endlich dazu überginge, dass die Sammler gezwungen werden, unter Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses ein ordentliches Gewerbe anmelden, vernünftig ausgebildet werden -das könnten die IHKs übernehmen- und man sich ferner dazu durchringen würde, die Wühlerei in den Tonnen zeitlich zu limitieren und z.B nur die frühen Nachtstunden dafür frei zu geben, bevor die Stadtreinigung durch die Innenstadt geht.
Ein weiterer Nebeneffekt der Professionalisierung des Gewerbes, könnte dasselbe auch für  Investoren interessant machen, die das ganze im großen Stil aufziehen und dabei nicht nur ihr Personal sorgfältig auswählen, sondern evtl. auch gemäß ihrer Corporate Indentity mit Arbeitskleidung ausstatten, auf der neben dem Firmenlogo auch  der Name des Mitarbeiters aufgedruckt ist, wie im Einzelhandel längst üblich. So könnten nicht nur die Rücklaufquoten im Pfandsystem insgesamt gesteigert werden, was auch dem Klimaschutz zugute käme, sondern der Bürger wüsste dann auch, dass er es mit einer vernünftigen großen Firma mit eigener Hotline und geprüfter Unternehmenspolicy (ISO-9001 o.ä..) zu tun hat und nicht mit lauter wilden Einzelunternehmern, die nur das schnelle Geld sehen. Ganz nebenbei könnten so neue sozialversichrungspflichtige Arbeitsplätze enstehen und wieder ein kleiner Teil unerwünschter Schattenwirtschaft, die nicht nur den Sozialsystemen, sondern auch dem Fiskus Einnahmen vorenthält, verschwinden.

Gute Ratschläge

Altkanzler Schröder empfiehlt seinen Genossen doch Peer Steinbrück ins Rennen ums Kanzleramt zu schicken. Gleichzeitig rät er seinem Parteifreund und Ex-Finanzminister doch noch wenig an seinen Auftritten feilen.

Vielleicht sollte sich der gute Peer einfach ansehen, wie man so etwas richtig macht.

Das wäre doch mal was : Erst ordentlich einen auf die Lampe und dann rein in die nächste beste Talkshow. Das hätte sicher höheren Unterhaltungwert als mit dem Uraltkanzler an  Schachbrettern herumzuhängen, auf dem die Figuren falsch aufgestellt sind.

Vor unser aller Augen

Man stelle sich vor: In einer belebten Fußgängerzone tauchen plötzlich ein paar schwer bewaffnete Jungs in schwarzen Uniformen auf -nein, die SS -Rune steht nicht drauf – und richten kurzerhand einen Passanten per Genickschuss hin. Kein Geschrei, keine Panik bricht aus -stattdessen anerkennender Applaus.

Ein Alptraum von Terror, der -und das macht es noch schlimmer- offenbar nicht als solcher empfunden wird.

Sind die alle wahnsinnig, oder auf Droge?

Geheimdienste inszenieren Terroranschläge und geben später stolz bekannt, dass alles nur ein Bluff war. Der Terrorist ist Doppelagent und die Gerechtigkeit tat in Gestalt einer Drohne ihren Dienst, indem sie jemandes Leben auslöschte.

Ich halte das für Wahnsinn und Barbarei und ich könnte kotzen wenn diese Leute oder all die, die das alles im Rahmen des “Kampfes gegen den Terror” gut heißen von Menschenrechten faseln.

Military men are dumb, stupid animals to be used as pawns for foreign policy.”  Henry Kissinger

Musste mal raus.