Erlkoenig

“Wenn Ihr Eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen, werdet Ihr sie brauchen, um zu weinen.” Sartre

Archiv ‘Krieg’

Bevor hier zu viele auf falsche Ideen kommen

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In den Südländern machen die Völker schon ernsthafte Anstalten, sich zur Wehr zu setzen. Sie gehen auf die Straße und protestieren. Zwar sind sie noch weit davon entfernt, dahinter zu kommen, dass sie einen gemeinsamen Gegner haben, die Macht des Kapitals nämlich, die sie gerade dazu zwingen will, ihren Lebensstandard zu senken, damit  bei niedrigeren Kosten für Löhne und Sozialklimbim die Renditen auch in Zeiten der Überakkumulation  noch realisiert werden können, doch sicherheitshalber möchte ein Herr Juncker die Völker daran erinnert, dass da ja immer noch die Möglichkeit besteht, gegenseitig aufeinander los zu gehen.  Er spricht von alten Dämonen, die nur schlafen, aber keineswegs weg seien.

eu-Krieg

 

 

Damit führt er fort, was Organe wie Springer längst auf die Schiene gesetzt haben, in dem sie den Leuten einreden, faule Griechen, die nicht arbeiten wollen und dumme Italiener, die Clowns ins Parlament wählen, wollten sich vom deutschen  Steuerzahler aushalten lassen.

Dabei unterstellen sie, dass der Wald aus Rettungsschirmen den Ländern und den dort lebenden Menschen diene und beschwören das “Friedensprojekt Europa”, dass angeblich von der gemeinsamen Währung abhängt, die aber -unter dem Vorwand,  ihren Fortbestand zu sichern-  lediglich dazu benutz wird, einen tödlichen Rentabilitätswettlauf zwischen den Völkern zu entfachen.

Das Ergebnis wird die massenhafte Verarmung breiter Bevölkerungsschichten sein und möglicherweise werden sich viele Betroffene irgendwann fragen, wer denn nun die Schuld an der Misere trägt.  Dabei waren es Leute wie Juncker, der sich im Artikel ausdrücklich als Merkelfan outet, die  maßgeblichen Anteil an der Austeritätspolitik und deren verheerende Folgen haben und wenn er nun vor einer Kriegsgefahr faselt, ist das bestenfalls scheinheilig oder dient dazu, genau das zu befördern, vor dem gewarnt wird: Einem Nationalismus, der die Völker gegeneinander aufbringt.

 

Im Radio die kalten Glücksversprechen:
genug jetzt von der Depression gehört!
Ihr Glück klingt wie ein Sittlichkeitsverbrechen,
nur daß das plötzlich keine Sau mehr stört.
Nicht einverstanden, daß jetzt immer öfter
ein Wort wie Krieg auf trockne Lippen kommt.
Macht euch nichts vor, er hat doch längst begonnen,
vielleicht ist das Gehirn schon ausgebombt.

Heinz Rudolph Kunze 1982

Geschrieben von willi

2013-03-11T04:19:19+00:00

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Terrorcamps. Achse des Bösen

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Jordanien gehört jetzt auch zur Achse des Bösen, weil es Terrorcamps unterhält, in denen islamistische Kämpfer ausgebildet werden. Das Land ist damit eindeutig  zu den Unterstützerstaaten des islamischen Terrorismus zu zählen und wird früher oder später von uns bombardiert werden müssen, weil es sonst zum Rückzugsgebiet für Terroristen zu werden droht.

Oh! -halt stop, stop -stimmt nicht. Islamistisch ist zwar richtig -zumindest deutet das Videomaterial aus Syrien darauf hin, auf dem immer wieder Kämpfer zu sehen sind, die pro abgegebenem Schuss mindestens  einmal “Allahu akbar” rufen- aber das mit dem Terror ist falsch, denn es handelt sich um” Befreiungskämpfer”, die in Jordanien mit amerikanischer Hilfe ausgebildet werden.

Richtig muss es also heißen: Jordanien gehört zur Koalition der Willigen,  einer Gemeinschaft von Staaten, die sich dem Kampf gegen den islamischen Terrorismus verschrieben haben.

Puh -gerade noch so die Kurve gekriegt. Ist aber auch nicht einfach…

Geschrieben von willi

2013-03-10T15:40:44+00:00

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Wehrkraftmängel

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Unsere Soldaten sind überlastet hat das Verteidigungsministerium herausgefunden. Da die Regierung fortwährend neue Länder entdeckt, wo unsere Freiheit verteidigt, oder der islamische Terror besiegt werden muss und mittlerweile selbst so entlegene, bislang vollkommen ignorierte Länder wie  Mali neuerdings zum Hinterhof Deutschlands gehören, werden die Ressourcen knapp und unsere militärischen Fachkräfte haben immer größere Schwierigkeiten, auf ihre Pausen zu kommen, die zwischen den Auslandseinsätzen vorgesehen sind.

Da müssen wir wohl personell aufstocken, wenn wir weiterhin in der ersten Liga mitspielen wollen, was angesichts des jüngsten Armuts- und Reichtumsbericht eigentlich möglich sein sollte.  Oder wir machen es einfach wie die USA und bieten einwanderungswilligen Ausländern, von denen es, wie der Innenminister jüngst bekannt gab, mehr als genug gibt, die Möglichkeit an, sich die Staatsbürgerschaft durch den Kriegsdienst zu erwerben.

Neben der zeitlichen Belastung haben die Soldaten zudem vermehrt damit zu kämpfen, dass die Freude der jeweiligen Einheimischen über die Anwesenheit fremder Truppen im Land sich nicht auf dem Niveau bewegt, wie man es aus der Heimat gewöhnt ist, in der die Anwesenheit von Besatzungstruppen selbst 68 Jahre nach Kriegsende nicht nur klaglos hingenommen, sondern als eine spezielle Form  der Völkerverständigung betrachtet wird.
In der in vielen Nicht-NATO-Ländern nach wie vor weit verbreiteten Abneigung der einheimischen Zivilbevölkerung gegen die Anwesenheit ausländischer Truppen im Land, zeigt sich ein eklatanter Mangel an geistiger Betreuung, wobei man hier nachsichtig sein muss, denn die Leute in den Ländern können es einfach nicht besser wissen, schließlich  lesen sie in der Regel keine deutschen Zeitungen. Würden sie es tun, dann wüssten sie, dass da nur Freunde zu Besuch kommen, die sich vorgenommen haben, sie im Rahmen eines humanitären Hilfs- Rettungs- oder Befreiungseinsatzes mit  Demokratie und Marktwirtschaft zu beglücken.

Das Problem, dass die Zivilbevölkerung zu falschen Schlüssen über Sinn und Zweck von kriegerischen Auseinandersetzungen kommt, wenn es Bomben vom Himmel regnet, ihre Häuser zerstört und Angehörige getötet werden, hält sich leider sehr hartnäckig und eine Lösung, wie solche Irrtümer und Fehleinschätzungen vermieden werden können ist nach wie vor nicht in Sicht.  So wird das  Bild vom allseits beliebten fremden Soldaten, der von einer fröhlichen Menge umlagert die Straßen der besetzten Städte heruntergeht und Kaugummi und Schokolade an die dankbaren Einheimischen verteilt, wohl meist ein schöner Traum bleiben.
Mit dem Undank der “Befreiten” wird man wohl weiterhin leben müssen und wem das zuviel verlangt ist, sollte das mit dem Befreien vielleicht einfach bleiben lassen.

 

Geschrieben von willi

2013-03-10T15:16:24+00:00

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Humor hat er ja

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Das Barack Obama nicht übers Wasser gehen kann -was man angesichts der damals weltweit geschürten Euphorie anlässlich seiner ersten Kandidatur eigentlich annehmen musste- ist mittlerweile bekannt und so richtig mag man, angesichts des Weiterbestehens von Guantanamo und dem ausgeweiteten Drohnenterror nicht erkennen, warum er so viel anders sein soll als der berüchtigte George Dabbelyu, aber eines muss man ihm lassen: Er hat zweifellos Sinn für Humor:

„Jetzt, wo Venezuela ein neues Kapitel in seiner Geschichte beginnt, bleiben die USA weiterhin ihrer Unterstützung der demokratischen Prinzipien und der Achtung von Gesetz und  Menschenrechten treu.“

Oder ist das gar eine Drohung?

Geschrieben von willi

2013-03-06T13:17:58+00:00

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Wider die iranische Weltherrschaft

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Der Iran ist dabei, Atombomben zu bauen und wird dann erst Israel und danach wahrscheinlich Europa angreifen. Vielleicht aber haben wir Glück und kommen mit einer islamischen Revolution davon, angezettelt natürlich vom iranischen Geheimdienst, der die ehemals in Syrien und Mali  beschäftigten al-Qaida-Kämpfer, die zufällig gerade Zeit hatten, weil  CIA, Katar und Saudi-Arabien gerade keine Folgeaufträge zu vergeben hatten, Richtung Europa beordert, um dort Anschläge auf Regierungeinrichtungen zu verüben und Moslems zu töten. Es kommt wie erwartet zu Schießereien zwischen aufgebrachten Moslems -von denen einige überraschend schwer  bewaffnet sind-  und den  Sicherheitsbehörden der europäischen Länder denen von einheimischen Moslems vorgeworfen wird, ihre Glaubensbrüder vorsätzlich getötet zu haben.
Die islamischen Söldner rufen ihre Brüder zum Widerstand gegen das europäische Terrorregime auf, veranstalten  weiterhin fleißig  Anschläge auf europäische Sicherheitseinrichtungen und liefern sich größere Scharmützel mit einheimischen Sicherheitsorganen. Die Lage eskaliert und es kommt dabei zu immerc mehr zivilen Opfern.

Im Iran wird festgestellt, dass die europäischen Staaten die eigenen Bürger von ihren Sicherheitsbehörden abschlachten lassen. Es ist die Rede von den “grausamen Schlächterregimen der EU” und  der Iran fordert die Weltgemeinschaft auf, das Morden zu stoppen. Schließlich wird mit den Stimmen des Iran und diverser von ihm abhängigen Staaten eine Flugverbotszone eingerichtet, die sicherstellt, dass die iranische Luftwaffe, unterstützt durch die dschihadische Koalition der Willigen,  ungestört von viel Gegenwehr die Infrastruktur und zahllose zivile Wohnviertel, die von den einheimischen Sicherheitskräften als Rückzugsgebiete benutzt werden -mit der Bevölkerung als menschliche Schutzschilde!- in Schutt und Asche bomben kann.

In Teheran tagen bereits die Exilregierungen, die nach dem Sturz der EU-Diktaturen, wenn die Maschinerie, die im Überlebenskampf immer noch mehr zivile Opfer produziert, endgültig zerfallen ist, die Macht übernehmen werden. Es handelt sich überwiegend um Leute, die vorher an iranischen Eliteuniversitäten ausgebildet wurden und die allesamt nicht nur über beste Kontakte zu höchsten islamischen Geistlichen, sondern auch zum iranischen Geheimdienst verfügen.

Nach und nach werden die Exilregierungen in die europäischen Länder exportiert, wo sie in vielen unterschiedlichen Farben Revolutionen anzetteln. Gelbe, blaue, grüne -rot wurde als belastet eingestuft, kurzerhand aus dem Programm genommen und durch magenta ersetzt.

Wenn die Perser ein wenig von uns gelernt haben und sich auch sonst als eben solche verlogene Arschlöcher erweisen sollten, wie wir es meistens sind, wenn wir es mit Staaten zu tun haben, die so unverschämt sind, auf ihrer Souveränität und der Gültigkeit von internataionalen Veträgen zu bestehen,  könnte es so oder so ähnlich laufen und wir müssen daher das iranische Atomprogramm unbedingt stoppen, auch wenn sie bislang nichts Unrechtes getan und sich an alle Verträge gehalten haben.

Gut, die Perser sind jetzt nicht unbedingt dafür bekannt, dass sie so ziemliche jedes Land angreifen, das nicht bei drei auf den Bäumen ist, oder das sie ständig über ihre Nachbarn hergefallen wären, aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen -da haben sie bestimmt nur ausgeholt.

Geschrieben von willi

2013-02-03T21:33:37+00:00

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Dann ist ja alles gut

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Happy End in Mali.

“Sie dürfen wieder tanzen, rauchen, Fußball sehen” schreibt SPON

Jetzt noch ein  paar letzten Städte erobern und alles hat wieder seine Ordnung. Frankreich kann weiter unbehelligt “sein” Uran abbauen, Italien “sein” Öl, die Pearl Gold AG mit Sitz in Frankfurt “ihr” Gold und die Leute in Mali können, wie vorher, weiter im 10. ärmsten Land dahinvegetieren und sollen doch lieber rauchen, tanzen und Fußball kucken, statt sich darüber zu wundern, dass ein an Bodenschätzen so reiches Land wie das ihre zu den ärmsten der Welt gehört.

Geschrieben von willi

2013-02-01T16:59:52+00:00

Waidmanns Heil

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Da wird der Friedensnobelpreisträger wohl bald Überstunden machen müssen, damit die Abschussliste auf dem  neuesten Stand bleibt. Nachdem Pakistan neulich verkündet hat, dass sie im Namen der Aussöhnung mit ihrem Nachbarn alle ehemalige Talibankämpfer auf freien Fuß setzen will, haben die USA heute bekannt gegeben, dass sie ihre Exekutionsoperationen per Drohne in Pakistan fortführen wird.

Man sollte bei der Aktion Pakistans daher vielleicht nicht von Freilassung, sondern lieber von Auswilderung sprechen, denn die gewährte Freiheit könnte sich für die Talibankämpfer schnell als Danaergeschenk entpuppen, wenn sie feststellen,  dass sie in pakistanischen Knästen sicherer sind als unter dem Damoklesschwert der Todesliste einer Weltmacht, die weltweit  Leute einfach zum Tode verurteilt und diese Urteile dann auch gleich vollstreckt. Dazu Bedarf es weder Beweise, noch einer Gerichtsverhandlung. Man befindet sich schließlich im Krieg und da reicht es vollkommen aus, wenn der Geheimdienst der Meinung ist,  bei der Zielperson es handele sich um einen Terroristen. Anschließen folgt dann nur noch ein kurzes Statement für die Presse, in dem betont wird, von welch enormer Wichtigkeit der Getötete für al-Qaida oder irgendeiner anderen, sich im Status der Ungnade befindenden Organisation war. Besonders verbreitet: Die rechte Hand von $Oberschurke und da kann es schon mal vorkommen, dass ein Mann wie etwa Bin Laden einen ganzen Lastwagen voll davon hat.

Eine saubere Sache und eine Technik, die fasziniert. Die Drohnen sind mittlerweile so ausgereift, dass sich die von ihren Sprengköpfen zerfetzen Opfer nahezu automatisch in Terroristen verwandeln -außer  es wurden mal wieder nur Frauen und Kleinkinder getroffen. Auch gibt es  natürlich immer mal wieder Einzelfälle, wo Zivilisten einfach zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Das ist blöd aber auch Chirurgen verschnibbeln sich manchmal.

Terror
Der Schrecken des Terrors liegt im wesentlichen darin, nicht kalkulierbar zu sein. Im Prinzip kann jeder zu jeder Zeit Opfer einer Terroraktion werden, je nachdem was die Strategen gerade so für opportun halten.  Diese Beschreibung passt ziemlich genau zu dem, was die USA mit ihren weltweiten Drohnenangriffen veranstalten.
Kommen die Geheimdienste zum dem Schluss, dieses oder jenes Land sei ein Schurkenstaat, ist es mit der Sicherheit und der Gültigkeit elementarer Grundsätze des Rechts in dem Land vorbei und über Leben und Tod entscheidet ab sofort ein tausende Kilometer weit entfernt sitzender Operator, der nur die Liste eines Friedensnobelpreisträgers abarbeitet und dessen Daumen auf dem roten Knopf  eines Joysticks liegt.  Früher nannte man das “vogelfrei”.

Das ist eine tolle Sache und man darf davon ausgehen, dass einem die Sympathien der jeweiligen Bevölkerung in den betroffenen Ländern nur so zufliegen -oder wie es auch heißt : “Winning Hearts and Minds”.
Hier wird Terror mit Terror vergolten. Da muss man kein Hellseher sein um davon auszugehen, dass dieser “Krieg” noch sehr lange andauern wird.

Geschrieben von willi

2013-01-20T16:21:31+00:00

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Wer. Wessen Werk

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Es wird immer besser: Banken verrichten das Werk Gottes -zumindest sagt das der Chef von Goldman Sachs- und die EU verrichtet ein Werk des Friedens -zumindest glaubt dies das Nobelpreiskomitee. Da habe nicht nur ich Zweifel, das dies stimmen könnte.

http://www.flegel-g.de/2012-10-12-Friedensnobelpreis.html

 

 

Geschrieben von willi

2012-10-13T11:24:08+00:00