Pastor Gauck war Panzer segnen
Pfaffen waren schon immer gut für die Moral der Truppe und wenn’s ums Töten ging fällt ihnen auch meistens ein frommer Segen ein, der dem Schlachten den richtige Sinn gibt. Aber Herr Pastor ist unzufrieden mit dem Volk, dem der rechte Sinn für’s Verheizen von Kindern fremder Eltern für die Staatsräson irgendwie abgeht.
Viel zu sehr haben sie sich, so findet der Herr Pastor von der Gewalt distanziert, was nicht einer gewissen Ironie entbehrt, spülte doch gerade die gewaltfreie Abstimmung der DDR-Bürger mit den Füßen auf den ostdeutschen Straßen einen wie ihn nach oben, der lieber in der Sakristei in Ruhe abwartete, wohin der Wind sich denn nun dreht, um dann später um so theatralischer sein Fähnchen raus zu hängen und an seiner persönlichen Legende als führender Freiheitskämpfer zu stricken. Jetzt ist der “Präsident der Herzen” und erklärt die Soldaten, die weltweit Deutschlands Freiheit verteidigen, auch wenn Afghanen oder somalische Piraten da gewisse Verständnisprobleme haben, zu “Mut-Bürgern”, die ihr Leben für Frieden und Freiheit riskieren.
Wie immer geht es hier auch nicht ohne das Dritte Reich und Herr Gauck hält die kategorische Ablehnung von Krieg und Gewalt als Reaktion auf Naziherrschaft und Weltkrieg für falsch und sieht darin im Gegenteil eine Verantwortung begründet, sich für die Freiheit einzusetzen -auf der richtigen Seite versteht sich. Das Töten ist also nicht per se schlecht, sondern unter Umständen sogar verdienstvoll, auch wenn der spaßverliebte Pöbel das nicht einsehen will.
Um die Einsicht zu verbessern gibt’s seit jeher Pfaffen und Politiker.
” … Nun, natürlich, das Volk will keinen Krieg”, sagte Göring achselzuckend. “Warum sollte irgendein armer Landarbeiter im Krieg sein Leben aufs Spiel setzen wollen, wenn das Beste ist, was er dabei herausholen kann, dass er mit heilen Knochen zurückkommt. Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Russland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar. Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. … das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.” (S. 270)
Herrmann Göring:18. April 1946
Aus: Nürnberger Tagebuch / von G.M. Gilbert. Ehemaliger Gerichts-Psychologe beim Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Aus dem Amerikanischen übertragen von Margaret Carroux … – Fischer: Frankfurt a.M., 1962. – 455 S.

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http://www.theintelligence.de/index.php/politik/kommentare/4538-joachim-gauck-und-die-gluecksuechtige-gesellschaft.html
VG Martin
Martin Bartonitz
13 Jun 12 at 12:05