Fast so schlimm wie…

Über Afghanistan und die Ereignisse dort lässt sich ja schlecht etwas sagen. Das zum einen den Grund hat, dass die -tja hier fängt schon der zweite Teil der Bründung an- die, ich nenne sie jetzt mal Kriegsparteien -obwohl wir ja keine sind! – keine schlechte Presse mögen und daher immer bemüht sind, nur gerade soviel zuzugeben, wie sich nicht mehr leugnen lässt und zum anderen in den verwirrenden Sprachlegelungen der Offiziellen. Fest steht, wir sind nicht im Krieg, sondern es handelt sich um einen Stabilisierungseinsatz, wenn auch um einen robusten, zumindest sieht das so das Verteidigungsministerium oder genauer gesagt sein Sprecher. Außenminister Jung sagt, es handele sich um einen Kampfeinsatz, vergleichbar mit einem Krieg. Ein Krieg aber findet nur zwischen Staaten statt, aber die Terroristen sind ja kein Staat und der Kampf gegen den Terror somit kein Krieg.

Laut Reuters sind bei der Bombardierung von zwei kurz vorher geklauten Tanklastwagen 50 -90 Menschen ums Leben gekommen, darunter sehr viele Zivilisten, die offenbar gerade Benzin zapften. Da angeblich ja auch viele Aufständische ums Leben kamen muss man von der Anwesenheit von Talibankämpfern ausgehen. So hat es den Anschein, als habe die Nato auf Anforderung eines deutschen Offiziers zwei Tanklastzüge und eine Gruppe on Talibankämpfern bombardiert, die gerade Benzin an die Zivilbevölkerung verteilten.

Zurück blieben die zerstörten LKW und sehr viele Tote. Ein Bild wie aus einem -man möchte sagen Krieg, aber eigentlich ist es ja keiner…

Jenseits aller Sprachregelungen ist für viele Beteiligte am Geschehen eines sicher: Sie sind gestorben -eindeutig.

One Comment

  1. [...] der Tötungsmaschinerie aufrecht erhalten soll. Es wäre schon viel gewonnen, wenn man die Dinge wenigstens beim Namen nennt, selbst auf die Gefahr hin, dass dem Fernsehzuschauer das Abendessen nicht mehr richtig munden [...]