Archive for the ‘Politik’ Category.

Höchste Zeit

“Klartextpolitiker” Sarrazin hat noch schnell ein Buch raus gebracht, solange es noch Leute gibt, die noch lesen können. Er musste sich beeilen, bevor das Land sich aufgrund rasch fortschreitender Verblödung ganz von der Schriftform verabschiedet. Vorbeugend hat er seine Thesen schon mal extra schlicht gehalten, damit auch die Bildzeitung einen Vorabdruck bringen kann, ohne die verehrte Leserschaft intellektuell zu überfordern.

Allein das gehobene Establishment rümpft ein wenig die Nase, weil es findet, er drücke sich nicht immer “tischfein” aus. Das ist erfreulich, zeigt es doch sehr schön, das die Deutschen nichts verlernt haben und noch immer beide Spielarten der Hetze und des Rassismus beherrschen: die dumpfe, die mit reinen Stereotypen auskommt und die kultivierte, die sich gerne hinter Professorentitel versteckt, aber im Grunde auch nichts anderes als nackten Sozialdarwinismus predigt.

Machen wir also weiter beim großen Déjà-vu: Die dreißiger Jahre lassen herzlich grüßen. Großkapital und Medienkonzernen Seit an Seit markieren schon mal die Sündenböcke und in den Leserbriefen und Internetforen brandet der Beifall auf, für den “der die unbequeme Wahrheit ausspricht”. Auch damals hielten Medien und Großbürgertum nur allzu bereitwillig die Steigbügel für die faschistische Barbarei. Freilich heißt es heute nicht mehr “unwertes Leben”, sondern “Ballastexistenz” und der neue Faschismus kommt nicht mit donnernden Stiefeltritten die Gasse hinauf, sondern im feinen Zwirn des Spitzenfunktionärs.

In den Talkshows der Republik werden die Ungeheuerlichkeiten gelassen ausgesprochen und von schleimigen “Moderatoren” an den Mann gebracht. In Sarrazin zeigt sich die hässliche Fratze des von allem “Sozialklimbim” befreiten Raubtierkapitalismus, der alles Menschliche wie das Politische auf Kostenfaktoren reduziert und auch vor dumpfsten biologistischen Klischees nicht zurückschreckt.

Michel hat nichts dazu gelernt und lässt sich wieder just von denen für dumm verkaufen, die ihn gerade so richtig  ausgeplündern (->Banken) und denen, die mit ständigem  Alternativlosigkeitsgeschwafel den Betrug gedeckt haben.

Gegen soviel Dummheit ist wohl kein Kraut gewachsen.

Kleiner Nachtrag:

Hier ( Georg Wolf | 28. August 2010 um 21:24 |)hat sich jemand die Mühe gemacht (im Kommentar) kurz zu erläutern, warum die Ergüsse des Herrn S. haarsträubender Unsinn sind und eine ernsthafte Diskussion sich vollkommen erübrigt.

Mehrarbeit für Mainzelmännchen

Der Job der Mainzelmännchen war es ja, dem Zuschauer eine Minipause zwischen den Werbespots zu geben, damit dieser, die Werbespots besser erträgt und nicht weg schaltet.

Es wird Zeit, die Männchen auch zwischen  Nachrichtenbeiträgen einzusetzen, damit der Zuschauer weiß, was er da gerade serviert bekommt.

Zwar schon älter -aber bevor der Beitrag endgültig aus dem Netz muss…

Local Copy

Soll der Depp sich doch in Respekt statt Euros bezahlen lassen.

“Wirtschaftsweiser” Franz:

Franz rechnet mit einem ausreichenden Jobangebot für Geringqualifizierte: „Es werden auch im Bereich geringqualifizierter Arbeit sehr viel mehr Arbeitsplätze entstehen als viele Skeptiker glauben. Früher wurden an der Tankstelle die Scheiben gewischt oder es wurden morgens Brötchen ausgetragen.“ Vereinzelt gebe es auch hierzulande schon Schuhputzer oder wie in den USA Tütenpacker im Supermarkt. „Wichtig ist: Jede ehrliche Arbeit verdient Respekt und wenn das dort erzielte Einkommen nicht zum Lebensunterhalt reicht, dann wird es mit Hilfe des Arbeitslosengelds II aufgestockt. Das ist doch wesentlich besser als diese Betroffenen das harte Schicksal einer Arbeitslosigkeit erleiden zu lassen“, sagte Franz.


Ich möchte Herrn Franz im Supermarkt sehen, wie er glücklich und mit sich im Reinen Tüten packt. Bezahlt mit 3,50 € die Stunde und natürlich mit dem Respekt der Kundschaft. Was dann noch zum Überleben fehlt, zahlt dann auf Antrag die Arge.
Das wäre genau der richtige Job für den Herrn Franz. Dort kann er keinen weiteren Schaden für dieses Land anrichten und zu  was anderem ist er eh nicht zu gebrauchen.

Solche Typen beraten unsere Regierung.

Newsreader für Windows

feedreader_win.tar.gz

Nicht immer hat man einen USB-Stick mit seinen portables  dabei…

Kein Rettungspaket für Spanien

Angeblich braucht Spanien -besser gesagt seine Banken-  Geld aus dem Eurorettungspaket. Nachdem aber heute ausgrechnet ein spanischer Schiedsrichter einen unser Stürmer vom Platz gestellt hat, sollten wir in Erwägung ziehen, Spanien vielleicht doch untergehen zu lassen.

Kurzdefinition

Michael Winkler im aktuellen Pranger:

Unsere Regierung besteht aus Parteifunktionären, die bisher nicht durch Fachwissen aufgefallen sind. Politik ist der letzte Ausweg für Menschen, die nicht in der Lage sind, Herausragendes zu leisten. Um in der Politik nach oben zu kommen, ist Charakter so hinderlich wie Rückgrat. Was sich heute Spitzenpolitiker nennt, ist das drittklassige Personal einer bankrotten Firma. Weitergehende Interessen als das eigene Fortkommen sollten wir ihnen nicht unterstellen.

Kürzer kann man es nicht sagen;-)

Bildung ist schließlich Chefsache

Aber man kann sich nicht um alles kümmern. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die im Umgang mit “innovativen Finanzprodukten”  geübten HSH-Banker über Wasser bleiben. Wer braucht schon Bildung, wenn es Banken hat. Es gibt nun mal Zeiten, in denen sich die Wirtschaft auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren muss.

Wir müssen alle Opfer bringen; Tina; tabuloses Sparen und ach ja die Sache mit dem Verhältnissen über denen alle gelebt haben, insbesondere die fröhlichen Studenten in Lübeck.

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,697207,00.html

Kurz und knapp

Die Bürger können nur hilflos zusehen, wie die Regierungen ihre Steuergelder dem Großkapital in den Arsch blasen und nun gerade dabei sind,  den Volkswirtschaften mit selbstmörderischen Sparprogrammen den Rest zu geben. Während die professionellen Glaskugelstreichler aus den sogenannten Wirtschaftsinstituten seit Monaten den Silbertstreif am Horizont wienern, steigen weiterhin die Kosten,  die der Staat als Reparaturbetrieb des Kapitalismus -andere Aufgaben hat er eigentlich nicht- aufbringen muss.

Nach zunächst 480 Milliarden zur Rettung der Banken man bei 750 Milliarden zur Rettung “unseres Euros”  angekommen und Buiter, Chefökonom der Citybank, glaubt, dass die Summe nur für ein Jahr reicht. Ob es schlimm kommt ist fraglich, sicher hingegen ist, dass die Politik -trotz allen Gefasels vom Primat- gar nichts unternimmt, um den Wahnsinn zu beenden. Selbst das Verbot von Leerverkäufen besteht aus so vielen Ausnahmen, dass sich im Grunde gar nicht ändert. Der Beitrag fasst die Geschichte kurz und knapp zusammen.


Sie rettet weiterhin schlecht investierte Gläubiger vor dem Fallieren,  die im Wissen um ihre Unantastbarkeit, daraufhin ihre Einsätze erhöhen, was die Kosten für ihre Rettung in die Höhe treibt und ihnen astronomische Gewinne auf Kosten der Allgemeinheit einbringt. Wie bescheuert muss man sein, um ein solches System für rettungswürdig zu halten????