Archive for the ‘Wirtschaft’ Category.

Mehrarbeit für Mainzelmännchen

Der Job der Mainzelmännchen war es ja, dem Zuschauer eine Minipause zwischen den Werbespots zu geben, damit dieser, die Werbespots besser erträgt und nicht weg schaltet.

Es wird Zeit, die Männchen auch zwischen  Nachrichtenbeiträgen einzusetzen, damit der Zuschauer weiß, was er da gerade serviert bekommt.

Zwar schon älter -aber bevor der Beitrag endgültig aus dem Netz muss…

Local Copy

Soll der Depp sich doch in Respekt statt Euros bezahlen lassen.

“Wirtschaftsweiser” Franz:

Franz rechnet mit einem ausreichenden Jobangebot für Geringqualifizierte: „Es werden auch im Bereich geringqualifizierter Arbeit sehr viel mehr Arbeitsplätze entstehen als viele Skeptiker glauben. Früher wurden an der Tankstelle die Scheiben gewischt oder es wurden morgens Brötchen ausgetragen.“ Vereinzelt gebe es auch hierzulande schon Schuhputzer oder wie in den USA Tütenpacker im Supermarkt. „Wichtig ist: Jede ehrliche Arbeit verdient Respekt und wenn das dort erzielte Einkommen nicht zum Lebensunterhalt reicht, dann wird es mit Hilfe des Arbeitslosengelds II aufgestockt. Das ist doch wesentlich besser als diese Betroffenen das harte Schicksal einer Arbeitslosigkeit erleiden zu lassen“, sagte Franz.


Ich möchte Herrn Franz im Supermarkt sehen, wie er glücklich und mit sich im Reinen Tüten packt. Bezahlt mit 3,50 € die Stunde und natürlich mit dem Respekt der Kundschaft. Was dann noch zum Überleben fehlt, zahlt dann auf Antrag die Arge.
Das wäre genau der richtige Job für den Herrn Franz. Dort kann er keinen weiteren Schaden für dieses Land anrichten und zu  was anderem ist er eh nicht zu gebrauchen.

Solche Typen beraten unsere Regierung.

Kurzdefinition

Michael Winkler im aktuellen Pranger:

Unsere Regierung besteht aus Parteifunktionären, die bisher nicht durch Fachwissen aufgefallen sind. Politik ist der letzte Ausweg für Menschen, die nicht in der Lage sind, Herausragendes zu leisten. Um in der Politik nach oben zu kommen, ist Charakter so hinderlich wie Rückgrat. Was sich heute Spitzenpolitiker nennt, ist das drittklassige Personal einer bankrotten Firma. Weitergehende Interessen als das eigene Fortkommen sollten wir ihnen nicht unterstellen.

Kürzer kann man es nicht sagen;-)

Bildung ist schließlich Chefsache

Aber man kann sich nicht um alles kümmern. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die im Umgang mit “innovativen Finanzprodukten”  geübten HSH-Banker über Wasser bleiben. Wer braucht schon Bildung, wenn es Banken hat. Es gibt nun mal Zeiten, in denen sich die Wirtschaft auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren muss.

Wir müssen alle Opfer bringen; Tina; tabuloses Sparen und ach ja die Sache mit dem Verhältnissen über denen alle gelebt haben, insbesondere die fröhlichen Studenten in Lübeck.

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,697207,00.html

Kurz und knapp

Die Bürger können nur hilflos zusehen, wie die Regierungen ihre Steuergelder dem Großkapital in den Arsch blasen und nun gerade dabei sind,  den Volkswirtschaften mit selbstmörderischen Sparprogrammen den Rest zu geben. Während die professionellen Glaskugelstreichler aus den sogenannten Wirtschaftsinstituten seit Monaten den Silbertstreif am Horizont wienern, steigen weiterhin die Kosten,  die der Staat als Reparaturbetrieb des Kapitalismus -andere Aufgaben hat er eigentlich nicht- aufbringen muss.

Nach zunächst 480 Milliarden zur Rettung der Banken man bei 750 Milliarden zur Rettung “unseres Euros”  angekommen und Buiter, Chefökonom der Citybank, glaubt, dass die Summe nur für ein Jahr reicht. Ob es schlimm kommt ist fraglich, sicher hingegen ist, dass die Politik -trotz allen Gefasels vom Primat- gar nichts unternimmt, um den Wahnsinn zu beenden. Selbst das Verbot von Leerverkäufen besteht aus so vielen Ausnahmen, dass sich im Grunde gar nicht ändert. Der Beitrag fasst die Geschichte kurz und knapp zusammen.


Sie rettet weiterhin schlecht investierte Gläubiger vor dem Fallieren,  die im Wissen um ihre Unantastbarkeit, daraufhin ihre Einsätze erhöhen, was die Kosten für ihre Rettung in die Höhe treibt und ihnen astronomische Gewinne auf Kosten der Allgemeinheit einbringt. Wie bescheuert muss man sein, um ein solches System für rettungswürdig zu halten????

Das wird es dann wohl bald nicht mehr geben

Dem ZDF ist offenbar unwohl dabei, falls der Wahrheitsgehalt im Programm homöopathische Dosen überschreitet. Nachdem man kritische Magazine schon auf kleine Happen zusammen kürzte und nicht mainstreamfähige Dokumentationen ins Nachtprogramm verschob, kommt jetzt die Satire dran.

Schramm wird die “Anstalt” verlassen -offiziell, weil ihm die Bühne näher ist und für den folgenden Beitrag mit einem allzu offenherzigen Pharmalobbyisten gab es eine Beschwerde von oben. Verständlich, denn er entlarvt nicht nur den Lobbyisten, sondern ebenso dass ZDF und seine Berichterstattung.

Endlich Ruhe in Deutschland

Michel kann sich wieder hinlegen. Es wird in Zukunft keine nervtötenden Debatten um Rettungsschirme und “Wir-stabilisierenden-jetzt-mal-eben-das Banken-, Finanz- oder Eurosystem (nicht zutreffendes bitte streichen) mehr geben, sondern in Zukunft wird die EU-Kommission unser Geld einfach direkt verpulvern, indem sie für in Not geratene Mitgliedsländer Kredite aufnimmt, damit die Investoren keine Angst um ihre Staatsanleihen haben müssen.

Egon Kreutzer beschreibt das so:

Also: Die Damen und Herren Märkte pumpen ein Land voll mit Krediten und schaffen damit neues Geld, das aus dem vollgepumpten Land sehr schnell als “Gewinn” aus Exportgeschäften auf die Konten der Damen und Herren Märkte fließt. Da das Geld nun den Märkten gehört, und nicht mehr den Schuldnern, können die Schuldner nicht tilgen. Ergo borgt sich die EU jetzt das Geld von den Damen und Herren Märkten und wirft es ihnen unmittelbar wieder in den Rachen, um die Altschulden des niederspekulierten Mitgliedsstaates zu begleichen und nimmt dafür alle 500 Millionen Europäer in Haftung, ohne dass die dazu auch nur Piep sagen dürfen.

Für unsere Parlamentarier ist das ein bisschen Schade, weil sie nun ein Thema weniger haben, mit dem sie ihre Wichtigkeit in Szene setzen setzen können und sich nach wichtigen, dramatischen Entscheidungen, wie dem erfolgreichen Verabschieden von milliardenschweren Rettungspaketen für Großinvestoren , gegenseitig zu ihrer “Handlungsfähigkeit” gratulieren können.

Eine beeindruckende Demonstration des Primats der Politik, die damit den Spekulanten ein beinhartes “Spekulation gegen den Euro lohnt sich immer” vor den Latz geknallt haben. Davon müssen sich die Finanzgauner erst einmal erholen! Endlich ist Ruhe; Die Weltmeisterschaft kann kommen und das Sommermärchen beginnen.

Also wenn ich Spekulant wäre würde ich ja zweigleisig fahren und einerseits hoch verzinste Staatsanleihen kaufen und gleichzeitig auf den Untergang des Landes wetten -aber so etwas würden die bestimmt nie machen…

“Deutschland wird zahlen sagte man in den zwanziger Jahren. Deutschland zahlt heute, Maastricht ist der Versailler Vertrag ohne Krieg.“

„Le Figaro“ die Dinge treffsicher auf den Punkt. Das Zitat wurde am 19. September 1992 in der Tageszeitung „Die Welt“ dickgedruckt auf der ersten Seite veröffentlicht.

Substanz wäre ja da

Falls noch jemand Zweifall hatte, ob man die Finanzmarktakteure höher besteuern darf oder nicht: Nicht nur ihre Bäuche sind wohlgenährt, sondern selbst ihre Finger mittlerweile so fett, dass die Tastaturen ihre Computer schon zu klein werden und sie versehentlich Kursstürze auslösen. Wir sollten zu ihrer Sicherheit vielleicht doch eine Börsenumsatzsteuer einführen…

Vielleicht war das aber auch alles ganz anders