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Zombies in Afghanistan

Der militärisch besicherte Demokratieaufbau in Afghanistan, der von einigen Beobachtern für Krieg gehalten wird, während andere ihm zumindest die Ähnlichkeit damit zugestehen wollen, wird immer undurchsichtiger und beginnt surreale Züge anzunehmen

Nachdem  die Unterscheidung zwischen Zivilisten, Terroristen, Taliban und Aufständischen sich ohnehin als zunehmend komplizierter darstellt, verwirren sich die Dinge jetzt noch mehr, weil sogar die Toten wiederauferstehen und nach einigen Monaten Bootsfahrt auf dem Hades, wieder auf der Bildfläche erscheinen.

Während Bobby Ewing seinerzeit etliche Monate duschte, um dann blitzeblank und bei bester Gesundheit wieder in “Dallas” aufzutauchen ist hingegen nicht bekannt, was Talib Hakimullah Mehsud in den letzten Monaten so angestellt hat. Tot war er anscheinend wohl nicht. Zumindest glaubt der pakistanische Geheimdienst nicht mehr an sein Ableben zu Beginn des Jahres und hat dementsprechende Meldungen vorsorglich erstmal widerrufen.

Die Dinge lassen sich für Außen stehende auch gar nicht mehr entwirren, weil es nahezu unmöglich ist, im Trubel der Erfolgsmeldungen den Überblick zu behalten. Bekanntlich gelingt es uns ja nahezu täglich, einen “wichtigen Kopf” oder einer der geschätzten 34 rechten Hände von Bin Laden” zu eliminieren, so dass davon ausgegangen werden muss, dass von den Taliban -oder was immer wir dort umzubringen versuchen-  kaum mehr als ein kopfloser Haufen Irrer übrig sein kann, die allerdings aus unerfindlichen Gründen immer größerer Teile des Landes kontrollieren. Das verstehe einer.

Mir ist das alles zu kompliziert und ich verfolge stattdessen lieber die Ereignisse an der eurasischen Front. Das mache ich seit 1984 und so langsam komme ich dahinter, wer da eigentlich wo gegen wen kämpft.

Trauertombola

Dem nächsten Soldaten, der beim “nicht internationalen bewaffneten Konflikt” umkommt oder -besser- fällt, winkt eine Trauerfeier mit prominenter Beteiligung:

Angela Merkel hat angekündigt, auch an der nächsten Trauerfeier teilzunehmen. Da kaum anzunehmen ist, dass sie das auf Dauer durchhalten wird, gilt: Den frühen Vogel fressen die Würmer, aber dafür winkt ein Abschied erster Klasse. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings. Angie wird keine Rede halten.

Vielleicht hat Angie ja Glück und sie darf dafür in heimatliche Gefilde reisen.

Verneigen wir uns vor dem Mut und der Tapferkeit

Was wir in Afghanistan machen und das -wenn man es umgangssprachlich beschreiben wollte, für Krieg gehalten werden könnte- nötigt uns den höchsten Respekt ab und wenn man als Soldat das Glück hat, zum richtigen Zeitpunkt umzukommen und die Bildzeitung meint, es wäre mal ein wenig Heimatfrontpflege nötig, kommt sogar die mächtigste Frau der Welt und bringt ihren schneidigen Kriegsminister mit. So gibt’s denn Orden und jede Menge warme Worte von der Prominenz für die “Gefallenen”.

Die letzten Toten wurden erneut Opfer “eines feigen und hinterhältigen Anschlags” , wie sie von den Terroristen/Aufständischen/Taliban immer wieder verübt werden.

Ganz anders dagegen unser Vorgehen: Da trauen sich mitten in der Nacht -bei völliger Dunkelheit also- ein Trupp amerikanischer Soldaten in ein fremdes Haus und müssen wegen der nächtlichen Stille ständig damit rechnen, gehört zu werden und auf zu fliegen. Trotz dieses enormen Risikos ist es dem Mut und der Tapferkeit der Soldaten sei Dank gelungen, acht Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren im Schlaf zu erschießen. Offenbar benutzten sie Schalldämpfer, denn Schüsse wurden nicht gehört.

It was dark when Mohammed Taleb Abdul Ajan woke to the sound of dogs barking. Then he heard boots crunching on gravel and men’s voices outside his bedroom. “Their guns killed without a sound,” he said. By dawn three of Taleb’s sons, two of his brothers, three nephews, a shepherd boy staying with them and a neighbour were dead.

All the victims were aged 12 to 18. Eight of them were enrolled in the local school. Most were shot at close range where they slept but one was dragged from the bed that he shared with his wife and killed with his nephews in a different room, Taleb said.

Wir und unsere Soldaten können stolz sein, an der Seite unserer mutigen amerikanischen Freunde zu kämpfen und weiter frohen Mutes sein, die Köpfe und Herzen der Afghanischen Bevölkerung zu gewinnen. Freilich sollte einer den Eltern der Kinder erklären, wie sich das so verhält mit unserer Freiheit, die am Hindukusch verteidigt werden muss, dem Benzinpreis, der nicht weiter steigen darf, den Gewinnen von systemrelevanten Banken und Rüstungskonzernen. Vielleicht kann der flotte Baron das übernehmen…

Gutti macht weiterhin alles richtig

Der schneidige Von und Zu ist spontan nach Afghanistan aufgebrochen, um den Soldaten zu zeigen, dass die Bundesregierung nicht nur posthum schöne Reden halten kann, sondern sie auch prämortal zu unterstützen bereit ist. Die Regierung steht hinter ihren Soldaten, so die Botschaft. Genau genommen tut sie dies in knapp 5000 Km Entfernung, was die Sache ein wenig erleichtert.

Nachdem der vorgebliche FTP-Verteidungsexperte Feldhaus die grandiose Idee hatte, die Herzen der Afghanen mit Leopard II Panzern zu erobern hat der Kriegsminister unverzüglich beschlossen, in Fragen der Bewaffnung Militärs zu Rate zu ziehen -am besten sogar die vor Ort.

Guttenberg will sich bei der Entscheidung auf den Rat der Militärs verlassen. Die Panzerhaubitze, die von der niederländischen Armee in Afghanistan bereits genutzt wird, ist ein schweres Artilleriegeschütz, das vom Feldlager aus Ziele in einem Umkreis von 40 Kilometern relativ genau treffen könnte.

Wie genau “relativ genau” ist werden dann die Soldaten herausfinden, die in den nächsten Hinterhalt geraten. Sollte das Ergebnis enttäuschend ausfallen, wären die nächsten Toten nicht Opfer der Taliban, sonder “killed by friendly fire”, was sich irgendwie netter anhört und gleich auch noch ein wenig Tragik ins Spiel bringt, auf der sich prima Grabreden aufbauen lassen.

Besagter Feldhaus wollte im übrigen mit seiner Idee nicht etwa etwas möglichst Dämliches sagen, um den Eindruck der völligen Kompetenzfreiheit von FTP-Politikern zu unterstreichen -was relativ gut gelungen, wenn auch hinlänglich bekannt ist- sondern lediglich die schweren Waffen “enttabuisieren”.

Ahh ja.  

Nicht umsonst gestorben

Die Menschen taten sich schon immer schwer mit dem Gedanken, dass sie, wenn sie bei Nacht und klarem Himmel in die Sterne blicken, etwas vor sich haben, dass kalt, sehr viel größer als sie selbst und aller wahrscheinlich dem Menschen gegenüber vollkommen gleichgültig ist. Wie viel angenehmer wird doch der Anblick, wenn man vom Himmelszelt redet und davon ausgeht, es gäbe da einen Gott, der die Pflöcke, die das glitzernde Dach über dem Horizont in Position halten, höchst persönlich eingeschlagen hat.

Für Menschen, denen der Sinn für solche Art existenzieller Poesie fehlt, weil sie einen zu nüchternen Blick auf die Dinge haben, ist das alles Brimborium. Die Mehrheit der Menschen aber mag Brimborium, weil es ihnen hilft, mit der Realität, mit all der Sinnlosigkeit, der Ungerechtigkeit und dem Missbrauch, den man mit ihnen treibt, zurecht zu kommen.

Kürzlich sind drei Soldaten in Afghanistan umgekommen, in einem Krieg, der auf Grund juristischer Spitzfindigkeiten keiner sein darf  und aktuell gerade mal zum umgangssprachlichen Krieg aufgestiegen ist, nachdem es eine Weile so aussah, als würde er es nicht weiter als bis zum kriegsähnlichen Zustand bringen. Doch jetzt haben wir fast so etwas wie Krieg und wir können endlich, wie Springer’s Bildzeitung befiehlt, das große Brimborium abhalten, um das Geschehen und dessen unausweichliche Folgeerscheinungen -das Sterben der Soldaten- angemessen zu würdigen. Ganz viele Kameras waren da und nicht nur der adelige Verteidigungsminister, sondern auch  die Kanzlerin gaben sich die Ehre und verteilten warme Worte, dass es nur so eine Freude war. Brimborium halt.

Kaum zu glauben, dass nun die Würmer die drei Soldaten fressen werden, genau wie die die 36 anderen. die ihnen vorausgegangen sind. Ihr Tod ist beliebig, wie in jedem Krieg, denn die Kriegsmaschinerie, der sie dienten, ist den Menschen gegenüber nicht minder gleichgültig wie das kalte, endlose  Universum. Alles andere ist eine Lüge und die pompösen Trauerfeiern ehren nicht die Toten, sondern feiern den Krieg, dem Götzen, dem man zu allen Zeiten bedenkenlos ungezählte junge Leben zu opfern bereit war.

Man muss gar nicht mal die Frage aufwerfen, ob denn nun der Krieg in Afghanistan gerecht und sinnvoll ist oder nicht. Im Gegenteil, das lenkt nur von der Tatsache ab, was Krieg bedeutet: sinnloses massenhaftes Abschlachten von Menschen, das erst ihr Ende findet, wenn einer Seite  die Waffen oder die Soldaten ausgehen. Das ist im Grunde dermaßen bescheuert, dass es eigentlich nicht so recht einzusehen ist, warum Kriege immer noch eine Option der Politik und nicht längst geächtet ist.

Trauerfeiern wie die der vergangene Woche dienen allein dem Zweck, dass sinnlose Sterben zu beschönigen und den Missbrauch von jungen Menschen zu verschleiern, denen man, wie allen anderen, einzureden versucht, sie kämpften für eine gerechte Sache und nicht etwa für den Profit von Banken und Konzernen. All die zur Schau gestellte Anteilnahme kann das zynische Kalkül der Krieg führenden nicht übertünchen, die längst entschieden hatten, dass das Leben der drei Soldaten weniger Wert ist als ihre Interessen in der Region. Das Leben der Soldaten ist ihnen egal und diese Gleichgültigkeit schafft auch keine noch so salbungsvolle Rede aus der Welt. Auch den Angehörigen wird wahrscheinlich irgendwann aufgehen, dass der Tod nicht dadurch besser wird, dass sich ein paar Reiche und Mächtige von Amts wegen für ihn bedanken.

Vor den Trauerfeiern waren etwa 80% der Bevölkerung gegen den Krieg in Afghanistan. Sollten die Umfragewerte allerdings mittlerweile ein wenig besser sein, wären die drei Soldaten in der Tat nicht umsonst gestorben.

Kurz vor dem Endsieg

Schon wieder haben wir einen gaaanz wichtigen Anführer von Al Khaida in Pakistan umgebracht. Die Amerikaner schickten eine Drohne Richtung Pakistan und töteten einen angeblichen Anführer von Al Khaida. Mittlerweile ist es ganz normal, dass nicht nur in Afghanistan Krieg geführt wird, sonder sich die Aktionen auf pakistanisches Gebiet ausweiten. Schließlich sind wir die Guten und was scheren uns da Staatsgrenzen oder die Souveränität eines Landes. Wir sind hier nicht mehr im Bereich des zivilisierten Umgangs souveräner Staaten miteinander, sondern im wilden Westen des Friedensnobelpreisträgers.

Was im Vietnamkrieg funktionierte -nämlich die Destabilisierung einer ganzen Region, in dem man nicht nur das Land des eigentlichen Kriegsgegners bombardiert, sondern auch gleich Aktionen in angrenzenden Ländern startet- klappt auch in Afghanistan und dem dort der Sage nach stattfindenden “Krieg gegen den Terror”.

Die Pressestellen der Militärs sind um “gute Erklärungen” solcher, jedem Verständnis von Völker und Kriegsrecht krass zuwiderlaufender Aktionen, nie verlegen. Mal müssen Rückzugsgebiete bekämpft werden und wenn es mal wieder zu viele tote Zivilisten gibt, liegt es daran, dass die Terroristen die Zivilbevölkerung als “menschliche Schutzschilde” missbrauchen.

Auf jeden Fall ist die Offensive ein großer Erfolg. Wer wollte das auch bezweifeln. Angeblich läuft das ja in etwa so ab: Einige Tage bevor die Truppen in ein Gebiet einfallen werfen sie Flugblätter ab, um die Zivilbevölkerung zu warnen und aufzufordern, sich in Sicherheit zu bringen. Das müssen wir so machen, weil es sonst wieder schlechte Presse gibt, wegen der toten Zivilisten.

Daraufhin verlässt die Zivilbevölkerung die Gegend und wir können mit dem Töten von Terroristen anfangen, denn die sind natürlich in der Gegend geblieben um sich umbringen zu lassen. Man muss wohl annehmen, das bei diesem Vorgehen wohl nur die allerdümmsten Terroristen ums Leben kommen, zumindest will nicht so recht einleuchten, warum eine Organisation, die mit Anschlägen -wenn sie sie denn alle selber verüben- in den letzten Jahren enorm erfolgreich war und dafür sorgte, das weder die Besatzer, noch der Bürgermeister von Kabul aka “Präsident von Afghanistan” Kontrolle über das Land bekommen haben, sich auf einen solche Schlacht einlassen sollten und so war in den ersten Tagen auch zu lesen, dass die Truppen auf erstaunlich wenig Widerstand gestoßen seien.

Vielmehr sieht es doch sehr danach aus, als handele es sich um eine reine PR-Schlacht und es fällt schwer, bei dem ganzen Wust an seltsamen Meldungen nicht an die unablässigen “Frontberichte von der Eurasischen Front” aus Orwells 1984 zu denken. Es wogt hin und her: Meldungen über getötete “wichtige” Größen von Al Khaida wechseln sich ab mit Nachrichten über Anschläge in angeblich sicheren Gebieten. Heute kurz vorm Endsieg, morgen ein schwerer Rückschlag. So kann man endlos fortfahren, sehr zur Freude der amerikanischen Waffenindustrie, die sich über steigende Budgets freuen darf, obwohl in den Staaten wegen der Wirtschaftkrise  mehr als 30 Millionen Amerikaner mittlerweile auf Food Stamps angewiesen sind, die sie vor dem Verhungern bewahren.

Ich habe keine Ahnung, was in Afghanistan tatsächlich passiert -nur dass was uns hier die Militärpropaganda auftischt ganz sicher nicht. Doch solange unsere Qualitätsjournalisten unhinterfragt fröhlich eine Pressemeldung nach der anderen raus hauen und sich so für die Kriegspropaganda einspannen lassen, kann dieser Krieg ewig dauern und es ist ja nicht so, das die heimische Waffenindustrie zu weinen anfängt, wenn im Einsatz mal wieder ein Fahrzeug zu Bruch geht. Auch sie können mit der Entwicklung zufrieden sein, abgesehen vielleicht davon, dass ein bisschen mehr Feindberührung natürlich für den Umsätze noch ein bisschen besser wäre.

Eigentlich sind die Meldungen teilweise ja auch schon wieder witzig: Wenn man mal so Revue passieren lässt, wie viel rechte Hände von Bin Laden und andere ranghohe und ranghöchste Anführer wir schon umgebracht haben, kommt man kaum umhin, Al Khaida für eine ganz erstaunlich Organisation zu halten, die anscheinen nur aus Anführern besteht. Wahrscheinlich ist dies auch der Grund, warum sie Krieg noch nicht gewonnen haben. Der Laden scheint einen ordentlichen Wasserkopf zu haben und die sollten sich vielleicht mal einen Termin bei McKinsey oder Roland Berger besorgen, um das Ganze zu straffen.

Stimmung bleibt mau

Seit der Konferenz im Januar in London -man erinnert sich, unser Guido für’s Aüßerste wollte erst gar nicht hin- haben wir ja, das erste Mal seit acht Jahren eine Strategie. Seitdem sind unsere Truppen in der Lage, mit noch mehr Nachdruck die Köpfe und Herzen der Afghanen zu gewinnen. Zwar haben wir das in der Vergangenheit auch schon gemacht, aber leider dabei viele Unbeteiligte zu Tode befreit, weil sie just in dem Moment Hochzeitsfeiern abhalten musste, als unsere Bomben runter kamen. Jetzt geben wir vorher Bescheid und uns alle Mühe.

Vor der jüngsten Offensive wurden daher großflächig Flugblätter abgeworfen, auf denen stand, das wir sie ausrotten kommen und jeder, der da nicht mitmachen will, soll doch sein Haus verlassen und solange irgendwo in Ruhe Urlaub machen.

Trotzdem kann es mal vorkommen, dass die Zivilisten schneller sterben als sie Talban werden können, was schon sehr ärgerlich ist, weil die Metamorphose vom toten Afghanen zum eliminierten Talibankämpfer im Großen und Ganzen ganz ordentlich funktioniert. Ein Problem bleiben natürlich Frauen, Kinder und Männer in Polizeiuniformen.

Auch von uns sterben welche, trotzdem will keine rechte Dankbarkeit bei den Afghanen aufkommen. Nicht mal dann, wenn wir uns gezielt dem Einzelnen widmen und viele Jahre darauf verwenden, mit ihm zu reden und von den Vorzügen der Freiheit und der Demokratie zu überzeugen, will keine rechte Freude bei den Befeiten und den noch zu Befreienden aufkommen.

Doch wir können natürlich nicht einfach aus Afghanistan abhauen, denn unsere neue Entwicklungsstrategie sieht vor, das kein Brunnen mehr gebohrt wird bevor nicht die Armee da ist, um ihn zu beschützen. Wer unsere Hilfe will bekommt die Besatzung als Dreingabe und Entwicklungsminister Niebel ersetzt demnach ganz folgerichtig den Führungsstab seines Minbisteriums durch seine alten Kumpel aus der Bundeswehr. Schließlich ist Entwicklungshilfe bei Niebel nur die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.

Undank ist der Welt Lohn sagt man und wir werden wohl damit leben müssen, dass wir aus unerfindlichen Gründen nicht so geliebt werden, wie es uns eigentlich zusteht. Ein kleiner Trost hingegen bleibt uns: Wir sind nicht allein. Die Amerikaner, die sich seit Jahrzehnten weltweit für Freiheit und Menschenrechte einsetzen, kennen das Gefühl.

Nachtrag: Unter weiter von Erfolg zu Erfolg

Soldaten an die Front

Vielleicht sollten wir die Einsätze der Bundeswehr doch ausweiten, selbst wenn die heute schon in Gebieten unterwegs sind, die die Wehrmacht nie gesehen hat. Wenn sie nichts zu tun haben kommen die eh nur auf dumme Ideen. Da  unser Sebstverteidigungsminister angeblich auch bei der Truppe gedient hat, versteht man ihn jetzt vielleicht auch besser.

Außerdem entwickelt  sich die Situation in Afghanistan womöglich doch noch zu einem vernünftigen Krieg. Nach dem robusten Zelten am Hindukusch der ersten Jahre, spricht man mittlerweile von einem “bewaffneten Konflikt im Sinne des humanitären Völkerrechts”, nachdem Ende letztem Jahres erstmals kriegsähnliche Zustände beobachtet wurden. Festgestellt wurde dies vom Außenguido, der in der Regierung für die Umsetzung der außenpolikahnlichen Außenpolitik im Sinne der deutschen Verfassung zuständig ist.