Ziegler, ein profilierter Kämper für eine gerechte Wirtschaftordnung in einer Rede am 30.11.08 in Wien:
Alle 5 Sekunden verhungert ein Kind auf diesem Planeten. Jeden Tag sterben 100.000 Menschen am Hunger oder seinen unmittelbaren Folgen. 923 Millionen Menschen – einer auf sechzehn, denn wir sind heute 6,3 Milliarden auf der Welt – sind permanent schwerstens unterernährt. Sie sind invalide durch permanente schwerste Unterernährung! (Zahlen aus dem World Food Report 2007, veröffentlicht im April 2008). Und derselbe World Food Report sagt, dass die Weltlandwirtschaft in der heutigen Entwicklungsphase ihrer Produktionskräfte, ohne genetisch veränderte Nahrung, 12 Milliarden Menschen normal ernähren könnte (d.h. mit 2.700 Kilokalorien pro erwachsenem Individuum und Tag). Wir sind 6,3 Milliarden! Praktisch die doppelte Zahl der Menschen könnte normal ernährt werden. Es gibt also keine Fatalität.
Die Folge der industriellen, technologischen, elektronischen Revolution hat die Produktionskräfte der Menschheit unglaublich gesteigert. Heute ist der objektive Mangel besiegt und die Fatalität eliminiert. Ein Kind, das heute am Hunger stirbt, wird ermordet.
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locale Kopie
Das unsere Witschafts und Handelstruktur zu Hunger und Tod führt ist eigentlich nichts Neues und erinnert uns daran, dass wir schon aus moralischen Gründen das jetzige System überwinden müssen. Der unstillbarer Hunger nach Ressourcen, dass ein System, dass darauf basiert, möglicht viele Rohstoffe zu Müll und Dreck zu verarbeiten, also zu ver-brauchen, wird uns ganz sachliche Gründe aufzwingen, es zu verändern.
Die dazu passende Diagnose der “Erkrankung”
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