Prekären Menschenmüll aushungern
Die FAZ ist ja die Klagemauer der Leistungsträger. Hier können sie sich mal richtig darüber ausweinen, dass ja der Sozialstaat dieses Land ruiniert und es wie schön es doch wäre, wenn nur alle alle so wären wie sie: leistungsbereit und den klugen Kopf hinter einer guten Zeitung verborgen.
Sekundiert werden sie in ihren Ressentiments dabei immer wieder mal von dem ein oder anderen Großkopferten aus der Wissenschaft, jenen Talkshowprofessoren, die man aus dem Fernsehen kennt. Mittlerweile gehört auch Heinsohn zum illustren Kreis dieser “talking heads”. In letzter Zeit ist Heinsohn vor allem dadurch aufgefallen, dass er der Angst der leider gebärfaulen Oberschicht, eine Flut dummer Unterschichtbabys könnte sie und ihren Wohlstand hinweg spülen, eine Stimme verleiht.
Die Armen sind unser Unglück
Maßnahmen wie Zwangssterilisationen oder Euthanasie sind ja leider immer noch verboten, aber das muss ja niemanden davon abhalten, andere Wege der Geburtenkontrolle oder der Förderung sozialverträglichen Ablebens zu suchen. Eine Möglichkeit ist -und dass schlägt der Professor vor- Sozialhilfe maximal 5 Jahre lang zu zahlen -über die gesamte Lebenszeit gesehen. Wer also länger auf Hilfe angewiesen ist muss sehen wo er bleibt. So kann man natürlich auch Geburtenkontrolle betreiben. Als leuchtendes Vorbild ist da die USA zu sehen, so der Professor und verweist auf den Rückgang der Sozialhilfeempfänger, nachdem die damalige Clintonregierung diese Idee umsetzte. Konsequent wäre da natürlich, die Sozialhilfe komplett abzuschaffen und dann aus der Statistik, die nach kurzer Zeit einen Rückgang der Sozialhilfeempfänger auf Null ausweisen wird stolz auf den durchschlagenden Erfolg zu verweisen. Ganz großer Sport.
Braindrain
Das reicht aber noch nicht, um das Land zu retten, weil ja so viele angeblich so leitungsbereite das Land verlassen. (Auf die Idee, dass die Leute vielleicht hier abhauen, weil sie den Leistungkrampf und das Gefasel von Leuten wie Westerwelle, Sarrazin und Heinsohn satt haben kommt freilich keiner.) Eine Lösung sieht er in qualifizierter Einwanderung. Statt irgendwelcher Dummdödel lieber Ingenieure importieren. Die Option, die angehenden Leistungsträger per Geburt selbst zu produzieren besteht leider nicht, weil die leistungsträgerisch tätigen Damen sich im Alter ihrer Gebärfähigkeit um ihre Karriere kümmern müssen und ihre Männer überdies mit der FAZ-Lektüre beschäftigt sind. Die Überlegung, ob nicht Leihmutterschaften von Unterschichtfrauen eine Lösung sein könnte- den fruchtbar sind sie ja, die Schlampen- stellt der Professor nicht an, aber dem Tenor nach käme das wegen des aller Voraussicht nach minderwertigen Genmaterials wohl eh nicht in Frage.
Wir müssen uns einfach dazu durchringen, den unproduktiven Menschenmüll, der nichts besseres zu tun hat, als sich mit verhütungslosem Rumficken und Fernsehen zu beschäftigen, los zu werden. Da es uns nicht erlaubt ist, das Problem einer sinnvollen Endlösung zuzuführen und die Schmarotzer einfach in die nächste Müllverbrennungsanlage zu fahren, müssen wir halt nach anderen Lösungen suchen. Aushungern könnte eine sein.
