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Mehrarbeit für Mainzelmännchen

Der Job der Mainzelmännchen war es ja, dem Zuschauer eine Minipause zwischen den Werbespots zu geben, damit dieser, die Werbespots besser erträgt und nicht weg schaltet.

Es wird Zeit, die Männchen auch zwischen  Nachrichtenbeiträgen einzusetzen, damit der Zuschauer weiß, was er da gerade serviert bekommt.

Zwar schon älter -aber bevor der Beitrag endgültig aus dem Netz muss…

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Gefährliche Putzfrauen

Ich bin ja so froh, dass ich nicht in Hessen lebe und ich mich weder um verrückte Steuerfahnder, noch um Putzfrauen sorgen muss, die -wahrscheinlich aus reiner Boshaftigkeit- Bündelweise Akten in Müllcontainer schmeißen und so die Grundfesten des Gemeinwesens bedrohen.

Man stelle sich vor: Sie gehen zu einer Behörde und es stellt sich raus, das sie keiner kennt, weil eine Putzfrau ihre papierene Existenz in den nächstbesten Papiercontainer entsorgt hat. Bislang wuselt das Reinigungspersonal weitgehend unterhalb des Radars der Sicherheitsbehörden herum, aber die Vorgänge in Hessen zeigen deutlich, dass sich die Frage stellt, ob nicht signifikante Teile des Reinigungspersonals eigentlich des Terrorismus zu verdächtigen sind und denen, die in schöner Regelmäßigkeit nachts Autos abfackeln, eigentlich viel näher stehen als viele bislang wahr haben wollen.

Mitleid aber muss man für den  von solch umfänglichen, subversiven Aktionen gepeinigten hessischen Finanzminister Weimar haben, der es in seinem Bundesland wirklich nicht leicht hat. Dabei sah es zwischendurch so rosig aus, nachdem es dem tapferen Landesvater Koch, im Bunde mit der Springerpressen und ein paar aufrechten Sozialdemokraten gelungen war, die Rote Gefahr abzuwenden. Niemand konnte damals ahnen, dass die Unterlegenen ihre Aktivitäten in den Untergrund verlegen und als Putzfrauen oder verrückte Fahnder versuchen, das Land gewissermaßen von innen zu zersetzen.

Außerhalb der Hörweite

Soll jeder doch denken und glauben was er will -aber kann es es nicht einfach mal für sich behalten?

Unser Guido hatte ja schon Spaß, als er mit seinem Mobil durch die Lande eierte und allen mitteilen wollte, wie viel Spaß er doch an Deutschland hat. Von den Wählern wollte 18% Wählerstimmen für seine Spaßtruppe. Das wollten auch schon andere einmal und haben das auch gesagt. Unser Guido aber musste sich das auf seine Schuhe malen und damit vor jeder Kamera herumhopsen.

In vielen anderen Umfeldern hätte man wahrscheinlich die Sache damit abgetan, dass der Mann einen Knall hat und irgendwie peinlich ist. In der Politik ist das anders und statt dass alle Welt den Guido auslacht,  macht der Mann Karriere und wird sogar Parteivorsitzender. Einige vermuten, es kann sich bei der Truppe eigentlich nur um eine Selbsthilfegruppen von anderen Verhaltensauffälligen handeln, die just den auf den Schild gehoben haben, der den größten Hau hat und spätestens als  dieser sich dann für die Freiheitsstatue von Deutschland zu halten begann, war auch allen klar, das sie den Richtigen zum Vorsitzenden gemacht hatten.

Guido’s Zustand wurde allerdings nicht besser und mit der Wahl zum Minister begann Guido Stimmen zu hören. Leider können wir nicht nachvollziehen, was die schweigende Mehrheit, deren Stimmen er da hörte, ihm eingeflüstert haben, weil wir im Gegensatz zu Guido das Radio einschalten müssen, wenn wir Stimmen aus dem Off hören wollen.

Auch leider nicht nachvollziehen können wir, wo Guido jüngst den linken Zeitgeist gesehen haben könnte und falls wir nicht was übersehen haben, müssen wir befürchten, dass er zu halluzinieren anfängt, zumal vieles alles darauf hindeutet, dass -so es ihn den überhaupt gegeben hat- der linke Zeitgeist anlässlich der “geistig moralischen Wende” des Dicken vor knapp 30 Jahren das zeitlich gesegnet hat.

Mittlerweile ist Guido Deutschland und wer ihn attackiert, greift so glaubt er Deutschland an. Nicht alle Menschen müssen gleich sein und alle wegzusperren, die irgendwie neben der Spur sind ist auch keine Lösung, im Gegenteil sollten wir versuchen auch Verrückten nach Möglichkeit zu geben, am Leben teil haben zu können und wenn man eine FDP-Karriere als gelungene Resozialisierung ansehen mag, darf man hoffen, das dies gelingen kann. Bei Guido allerdings haben wir wohl den Zeitpunkt verpasst und ihn aus dem Verkehr zu ziehen.

Schade, Schuhe kann man in den Schrank stellen, ein Spaßmobil fährt man ins Parkhaus, selbst eine Freiheitsstatue kann man vor der Küste -außerhalb der Hörweite- einbetonieren und niemand stört sich daran, aber Deutschland werden wir wohl nicht los. Guido ist uns über den Kopf gewachsen und wenn kein Wunder passiert werden wir ihn noch ein paar Jahre ertragen müssen.

Nützlicher Idiot

Allerdings beschleicht mich bei dem ganzen Bashing der Medien ein ganz anderer Verdacht: Könnte es sein, dass die Eliten, die vor und kurz nach der Wahl noch die die Koalition als Liebesheirat hoch geschrieben haben jetzt schwer enttäuscht sind, weil sich die FDP als peinliche Ansammlung von Versagern entpuppt, die womöglich die Stabilität der Regierung untergräbt.

In vielen Dingen macht die FDP nicht viel anderes als die CDU seit Jahr und Tag. Sei es Lobbyisten im Ministerium oder Geburtstagsparties für Bankmanger, netzwerken tut auch die CDU, nur diskreter. Nur der Mann mit der großen Klappe hat noch nicht ganz begriffen, wie der Hase läuft und im Moment wird er gerade auf ein pflegeleichtes Maß runtergeschrieben. Entweder versteht er den Wink oder er ist bald weg vom Fenster.

Hinter dieser Regierung stehen die Interessen des Großkapitals und im Großen und Ganzen läuft es ja ganz gut. Die Banken werden aktuell ohne große Diskussion erneut mit Steuergeld aus vom Untergang bedrohten Investments rausgehauen und für eine zeit lang ist ein Westerwelle nützlich, der mit dämlichen Sprüchen die Leute mit Scheindebatten beschäftigt, die sie davon abhalten zu schnallen, dass sie gerade das Bankenrettungspaket II aufs Auge gedrückt bekommen. Er muss nur aufpassen, das er es nicht übertreibt, denn ein weiterer  Vertrauensverlust der Bürger in diese Regierung wäre für die Krisengewinnler nicht wünschenswert. Sie möchten den Glauben der Bürger an Wachstum und Beschäftigung und den Traum, dieses Land  in den nächsten Jahren per Schuldenbremse zu Reichtum und Wohlstand zu sparen, unbedingt aufrecht erhalten.

Folterstaat USA belehrt den Rest der Welt über Menschenrechte

Das Bild der USA ist allzu häufig unangemessen düster. Oft wird dabei vergessen, dass die Amis wirklich viel Sinn für Humor haben, zum Beispiel indem sie alljährlich den Bericht zur Lage der Menschenrechte respektive den derer Verletzung herausgeben. Die USA kennt sich nun erwiesenermaßen ziemlich gut mit Menschenrechtsverletzungen aus und sind dadurch natürlich mehr als berufen, sich über das Thema auszulassen.

Ich zumindest finde den Hinweis an Europa, doch die Muslime nicht unnütz zu diskriminieren schon sehr lustig. Zumal man hin etwa so zusammen fassen könnte:

“Von euch diskrimiert  – von uns gefoltert und bombardiert”

Muslime haben’s schwer.

Scheinriesen

Westerwelle und Konsorten arbeiten weiter mit aller Macht daran, die Mär von der Wirtschaftskompetenz der FTP zu widerlegen und zeigen, worin die angebliche Kompetenz seines Ladens tatsächlich besteht: Networking, Günstlingswirtschaft und offene Korruption.

Jahrelang haben diverse Unternehmen die FTP-Versager mit Aufsicht- und Beiratspöstchen versorgt. Jetzt ist die Zeit gekommen, dass sich das Investment auszahlt. Folgerichtig reist so unsere Guido mit seiner Entourage durch die Lande und kommt seiner in den Firmenprospekten herausgestellten Rolle als “Türöffner” nach. Quit pro quo halt.

Der Ösi weiß es besser

Über den Sozialstaat zu debatieren ist ja ein richtiges Hobby bei uns. Keine Krise ohne die immer gleichen Phrasen vom Wohlfahrtsstaat und der sozialen Hängematte,  in der sich die Unwilligen ausruhen und alimentieren lassen.  Dabei bin ich mir ziemlich sicher, dass nur ganz wenige wirklich wollen können, das es ihn nicht gibt.

Robert Misik vom österreichischen Standard bringt das schön auf den Punkt.

Schließlich ist diese Debatte, wie die vorherigen  Durchgänge auch, lediglich ein Ablenkungsmanöver, weil es unseren Politfuzzies lieber ist, die Leute mit wilden Prügeleien mit dem Popanz “Sozialstaat” zu unterhalten -unschwer daran zu erkennen, dass man es mit der Wahrheit dabei nicht so genau nimmt und Zahlen notfalls erfunden werden, wenn die Realität gerade nicht zum Spruch passt- , als eine Debatte darüber zu führen, welche Wohltat es für die Banken darstellt, dass die Staaten sich bei ihnen Geld leihen müssen und sie zu allem Überfluss ihnen noch Rettungsschirme finanzieren, falls es den Bankstern mit dem anstrengungslosen Wohlstand nicht schnell genug geht.

Bei den Transfers, die das kapitalistische System von unten nach oben, anders gesagt, von den Besitzlosen zu den Besitzenden, ganz automatisch vollzieht geht es um Summen, gegen die unsere Aufwendungen für das schäbige HartzIV,  lächerliche Peanuts darstellen.

Ließe man dem Ganzen  freien Lauf würde unser System seinen Endpunkt viel schneller erreichen, der dem Spielende beim Monopoly stark ähnelt: Einer besitzt nahezu alle Sachwerte und der Rest kann nicht mehr zahlen, weil er keine Einkunftsmöglichkeiten mehr besitzt. Da aber von den ewigen Gewinnern das Spiel selber als sakrosankt erklärt worden ist werden wir immer und immer wieder Diskussionen wie diese führen, die am eigentlichen Thema vorbei gehen.

Da trügt der Schein wieder

Nicht nur NRW hat CDU-Spitzenpolitiker, in die man Geld rein stecken kann und die dann mit einem reden. Auch Sachsen-CDU hat sich diese Möglichkeit, aus Spenden Betriebsausgaben zu machen und damit die steuerliche Abzugsfähigkeiten bei der aktiven Mithilfe von Unternehmen bei der Meinungsbildung wesentlich verbessert.

Ein klassische Win-Win Situation: Die Parteien brauchen die Einnahmen nicht als Spenden deklarieren, sondern können sie als “sonstige Einnahmen” verbuchen. Für die Unternehmen ist es interessant, weil sich Betriebsausgaben im Gegensatz zu Parteispenden voll von der Steuer absetzten lassen. Schön eingerichtet – so zahlt der Steuerzahler seine Verarsche auch noch selber.

Natürlich sieht das jetzt gerade für die CDU in NRW und Sachsen nicht so schön aus, aber man sollte den Hinweis des sächsischen CDU-Generalsekretärs Kretschmer nicht überhören, der Wert auf die Feststellung legt, dass es da keine Parallelen zur NRW- Affaire gäbe.

“Generalsekretär Kretschmer bestätigt entsprechende Medienberichte, Parallelen mit der “Sponsoring-Affäre” in NRW weist er jedoch zurück.”

Damit hat er sogar recht, denn im Gegensatz zu Kretschmer, der seinen Job als Generalsekretär noch hat, ist sein NRW-Kollege seinen schon  los geworden.

Soldaten an die Front

Vielleicht sollten wir die Einsätze der Bundeswehr doch ausweiten, selbst wenn die heute schon in Gebieten unterwegs sind, die die Wehrmacht nie gesehen hat. Wenn sie nichts zu tun haben kommen die eh nur auf dumme Ideen. Da  unser Sebstverteidigungsminister angeblich auch bei der Truppe gedient hat, versteht man ihn jetzt vielleicht auch besser.

Außerdem entwickelt  sich die Situation in Afghanistan womöglich doch noch zu einem vernünftigen Krieg. Nach dem robusten Zelten am Hindukusch der ersten Jahre, spricht man mittlerweile von einem “bewaffneten Konflikt im Sinne des humanitären Völkerrechts”, nachdem Ende letztem Jahres erstmals kriegsähnliche Zustände beobachtet wurden. Festgestellt wurde dies vom Außenguido, der in der Regierung für die Umsetzung der außenpolikahnlichen Außenpolitik im Sinne der deutschen Verfassung zuständig ist.