Nur ganz kurz

Nur eine ganz kurze Mitteilung, bevor ich die Tür mit ein paar weiteren Brettern sicher und dann wieder offline gehe, um auch diese offene Flanke möglichst schnell zu schließen:

Jetzt wo die Vorratsdatenspeicherung -wenn auch nur in der alten Form- gekippt ist, kann die Polizei ihre Bürger im Prinzip gar nicht mehr schützen. Die Richter haben Deutschland quasi zum rechtsfreien Raum erklärt und Straftäter können eigentlich nur noch gefasst werden, wenn sie in Gegenwart eines zufällig anwesenden Polizisten Straftaten begehen.

Der Bürger ist damit vogelfrei und die Verbrecher können sich jetzt ungehindert am Telefon oder per Email zum Handtaschenraub, Fahrraddiebstahl oder Schlimmerem  verabreden. Die Behörden können erst dann ermitteln, wenn das Opfer schon geschädigt ist.

So jetzt muss ich aber Internet ausmachen. Is’ sonst zu gefährlich.

“Mother doesn’t go out anymore. Just sits at home an roles her spastic eyes….

Durchblickmaschinen

Wenn es etwas gibt, wofür Politiker im Allgemeinen und CDU-Politiker im Besonderen nicht bekannt sind, dann dafür, dass sie einfach nicht mal die Klappe halten können, selbst wenn sie mal wieder offenbar keine Ahnung haben. Wir bezahlen die Damen und Herren ja in erster Linie zu Unterhaltungszwecken, denn neues aus der Anstalt gibt’s ja nur einmal im Monat und da kann die Zeit dazwischen ohne  weiteren satirischen Input schon lang werden.

Großer Unterhaltungswert ist derzeit eigentlich immer dann garantiert, wenn es um Technikthemen geht und die Damen und Herren Internetausdrucker sich Dingen wie Internet oder Überwachung äußern. Leider ist es manchmal so, dass sich der Witz nur dem Fachpublikum erschließt, während der Laie verstört drein blickt.

Um so höher ist die Leistung von Staatsekretär Ole Schröder aus dem Innenministerium zu bewerten, der sich sehr unterhaltsam zur neuesten Technik bei der Fluggastkontrolle geäußert hat.

Körperscanner statt Nacktscanner
Zur Terrorbekämpfung in Europa erklärte der CDU-Politiker: „Absolute Sicherheit kann es in einem freien Land nicht geben.“ Auch dürfe das technisch Machbare nicht in jeden Fall eingesetzt werden. So lehne das Bundesinnenministerium Nacktscanner strickt ab, nicht aber Körperscanner, die kein Bild vom Körper erstellen.
Aber auch vor dem Einsatz von Körperscannern müsse eine Reihe von Bedingungen erfüllt werden, sagte Schröder. Sie müssten einen Erkenntnisgewinn bringen und leistungsfähig sein. Sie dürften nicht die Gesundheit gefährden. „Deshalb wird es auch keinen Einsatz von Röntgenstrahlen geben.“ Und auf jeden Fall müsse der Schutz der Intimsphäre gewährleistet sein.

Da hat er wohl nicht mitbekommen, dass der Unterschied nur in der Sprachregelung liegt, zu der man schnell fand, als sich abzeichnete, das “Nacktscanner” nicht so gerne genommen,  “Körperscanner”  hingegen für akzeptabel gehalten werden.

Shopping infernale

Neuer Eintrag in die Liste der Dinge, die man mittlerweile auf Flughäfen besser lassen sollte: Einkaufen gehen. Der Großalarm auf dem Münchener Flughafen vom Mittwoch letzter Woche wurde von jemanden ausgelöst, der die Zeit bis zum Abflug mit einem Gang in den Duty-Free-Shop nutzen wollte.

Der Passagier ahnte offenbar nicht einmal, dass er für den ganzen Aufruhr verantwortlich war, sondern ging, wie die mittlerweile ausgewerteten Videobilder zeigen, ganz relaxed nach Wiedereröffnung durch die Sicherheitsschleuse und bestieg seinen Flieger. Zur ultimativen Beruhigung weisen sie Aufsichtskräfte noch darauf hin, dass der Fluggast den Bildern nach ganz harmlos ausgesehen habe. Auch das sprengstoffverdächtige Notebook des Passagiers erwies sich als ungefährlich.

Kochrezept

Roland Koch, sonst meist damit beschäftigt, Parteispenden zu jüdischen Vermächtnissen um zu deklarieren oder mißliebige Journalisten ab zu sägen, hat sich im unermüdlichen Einsatz zum Wohl unseres Landes die Mühe gemacht und einen Vorschlag unterbreitet, wie die Massenarbeitslosigkeit besiegt werden kann.

Bekanntlich sind ja in der Regel die Leute selber Schuld, wenn sie ihren Job verlieren und die Jobs, die verloren gehen sind ja nicht deshalb weg weil die Renditemöglichkeiten anderswo besser waren, sondern weil die meisten abhängig Beschäftigten trotz Globalisierung einfach nicht von von der liebgewordenen Angewohnheit lassen wollen, von einem Fulltime-Job zu erwarten, dass sie davon ihr Überleben finanzieren können.

Derart fahrlässiges Verhalten untergräbt die Arbeitsmoral  und kann natürlich nicht ungestraft hingenommen werden. Wer geht schon gerne Arbeiten mit der Gewissheit im Hinterkopf, dass die HartzIV-Schmarotzer es in den Einkaufszentren des Landes von ihren 359€, mit denen sie jeden(!) Monat überhäuft so richtig krachen lassen, während er selber wieder ein paar unbezahlte Überstunden dranhängen darf.

Damit diese ein Ende hat und auch das stundenlange Herumlümmeln der HartzIV-Empfänger vor ihren fast kleinwagengroßen Plasmabildschirmen endlich aufhört, will Koch, dass die Schmarotzer Zwangsarbeit verrichten. Keine Leistung ohne Gegenleistung. Schließlich können können nicht mehr  jedes unwerte Leben… äh… jeden Drückeberger durchfüttern.

Die entwickelten Gesellschaften haben sich zwar in Organisationen wie der IL0 zusammengetan und sich dazu verbindlich verpflichtet, jede Form der Zwangsarbeit zu bekämpfen, doch erfordert die Einhaltung einer solchen Verpflichtung ein gewisses Mass an Anstand und Respekt vor Recht und Gesetz. Das ein Widerling wie Koch mit solchen Kategorien nichts anzufangen weiß, überrascht niemanden, der auch nur ein wenig von der “Karriere” des hessischen Ministerpräsidenten  mitbekommen hat.

Die Jobs aber von denen Koch da faselt, sind gar nicht da und selbst die von ihm genannte öffentliche Beschäftigung würde erfordern, dass die von 30 Jahren Steuererleicherung und Alimentierung der Wirtschaft restlos ausgebluteten öffentlichen Hände die Beschäftigten bezahlen können. Aber davon sind sie weiter entfernt den je. Zwar gäbe es genug zu tun, es fehlt halt nur das Geld. Natürlich wäre es wünschenswert, das die Betreuung von Alten und Kranken verbessert würde, doch auch die gewollt ruinierten Sozialsysteme verfügen nicht mehr über die Mittel, um diese Jobs zu finanzieren.

All das interessiert  Politker wie Koch nicht. Ein wenig Bashing reicht- mal sind es die Ausländer mal die Arbeitslosen. Ausgrenzungen statt Lösungen. Teile und herrsche.

Von diesem offenbar restlos realitätsresistenten Politikganoven ist keine Hlfe zu erwarten -im Gegenteil: sie werden alles nur noch schlimmer machen. Nach Jahrzenten des Wohlstands haben wir es geschafft, das die Armut wieder Einzug in dieses Land gehalten hat und statt etwas gegen die Ursachen dieser krassen Ungleichheit zu unternehmen, beschränken sich unsere Politiker darauf, die Deklassierten für ihr Unglück zu bestrafen. Sie lassen sich dafür feiern, dass sie es geschafft haben, den Bankbetrügern innerhalb einer Woche fast eine halbe Billion hinterher zu werfen, um ihnen ihre Verluste zu ersetzen und alles was ihnen zu den um ihre Jobs gebrachten Arbeitslosen einfällt ist Zwangsarbeit. Das ist nicht nur erbärmlich, das ist regelrecht zum kotzen.

Wer wählt solche Politiker?

Nächster Akt

Na endlich! Wie neulich schon vorhergesagt haben wir mal wieder einen Al-Khaida Führer umgebracht -diesmal im Jemen.

Offensive gegen Islamisten

Die Regierungstruppen hatten im vergangenen August eine Militäroffensive begonnen, um die Rebellen zu entwaffnen, denen sie Kontakte zum Iran nachsagt. Aufgeschreckt durch internationale Kritik an ihrer wenig erfolgreichen Strategie im Kampf gegen Al- Kaida verstärkt die jemenitische Regierung zudem ihre Razzien gegen militante Islamisten.

Die staatliche Nachrichtenagentur Saba meldete, die Polizei habe während einer nächtlichen Razzia in der südöstlichen Provinz Schabwa den Kommandeur einer lokalen Zelle des Terrornetzwerks, Abdullah al-Mehdar, getötet. Die Beamten hätten erst das Haus von Al-Mehdar im Majfaah-Bezirk umstellt. Anschließend kam es zu einem Gefecht, bei dem nach jemenitischen Medienberichten vier Menschen verletzt und vier Verdächtige festgenommen wurden.

Sieh einer an -bei den Rebellen handelt es sich um Al-Khaida Terroristen die zu allem Überfluss auch noch Kontakt zum Iran haben sollen. Wusste ich’s doch: Iran gehört zur Achse des Bösen und sie ünterstützen Al-Khaida. Schlimm genug, dass sie schon so gut wie Atombomben haben,  so wie es jetzt aussieht wird dann auch wohl bald auch Al-Khaida über Atombomben verfügen. Oh Gott oh Gott!

Unterdessen wird der Plot um den Doppelagenten, der sich neulich mit einigen CIA in die Luft sprengte noch um einige Facetten reicher . Da es ja nicht sein kann, dass die cleveren Jungs von der CIA auf einen 08/15 Doppelagenten reinfallen wird noch rasch noch seine Legende erweitert und man vermutet mittlerweile,  dass er auch an den Anschlägen von Madrid beteiligt war.

Er war also wahrscheinlich kein normaler Doppelagent, sondern schon eher so einer aus der super-duper-doppelnull-Kategorie. Beeindruckend.

Wenn ich bedenke, was uns dieser ganze Propagandamüll und die Folgen, die er hat, uns materiellund immateriell kostet, weil so viele Leute die ganzen Räuberpistolen ernst nehmen, könnte ich  kotzen.

Gute Reise

Es gibt mittlerweile ein paar Dinge, die man besser auf Flughäfen bleiben lässt. So ist es zum Beispiel absolut nicht ratsam, zu romantisch zu sein und kurz vor dem Abflug auf einen allerletzten Kuss zu bestehen. Zusammennehmen  müssen aber auch die Machos und Sprüche wie “Ich sag dir was Baby, das was ich da in meiner Unterhose habe ist der reinste Sprengstoff, glaub mir.” sollte man auf Flughäfen besser nicht bringen.

Also bitte mit dem nötigen Ernst die Arme und Beine abspreizen und darauf warten, das die Ansage kommt, die sie sonst nur vom Hausarzt kannten: “Sie können sich wieder anziehen.”

Mit der Gewissheit im Hinterkopf, dass wie auch immer geartetes Fehlverhalten schnell zu stundenlangen Verhören und zum Verpassen des Fluges führen kann, fühlt man sich doch gleich viel sicherer und die Fliegerei mach gleich auch viel mehr Spaß.

Burn before reading

Dieter Wiefelspütz und Wolfgang Bosbach sind erschrocken über ein bekannt gewordenes Mordkomplott der CIA, die den Deutsch-Syrer Mamoun Darkazanli lequidieren wollte. Bekanntlich ist das gezielte Umbringen von missliebigen Zeitgenossen in dem Laden elementarer Bestandteil des Geschäftsmodells und die Zahl der Opfer, die sie dabei im Laufe der Jahrzehnte angesammelt haben, kann sich mehr als sehen lassen.

Die beiden müssen wohl gefehlt haben, als das in der Schule dran war. Allerdings gelten die beiden in ihren Parteien als  Experten auf dem Sektor Innere Sicherheit, zu dem auch das Treiben der Geheimdienste gehört.

Lieber Dieter, lieber Wolfgang,

ihr müsst jetzt ganz stark sein. Es gibt da etwas, dass zwar ganz viele Leute bereits wissen und auch die Spatzen auf den Dächern pfeifen es vor sich hin: Der nette Onkel aus Amerika ist nicht immer nur nett, sondern er hat auch Leute beschäftigt, die manchmal ganz hässliche Dinge machen -und dann auch noch heimlich. Ich weiß ihr habt immer geglaubt das Böse käme aus dem Internet und wir müssen nur genug Überwachungskameras aufstellen und das Internet kontrollieren, damit alles gut wird. Leider hilft das nicht gegen die Geheimdienste von “Freunden”, die hier so ziemlich alles tun und lassen können.

Ein bisschen Nachhilfe für euch.

Sonst geht doch mal zusammen ins Kino.

Einsehen beim Ansehen

Die Niederländer testen jetzt die berüchtigten Nacktscanner -zumindest für USA-Flüge. Viel war von Privatsphäre und Menschenwürde die Rede. Nicht erwähnt wurde, welche Auswirkungen seine Anwendung auf das Personal hat und was mit einem Flugsicherheitsmitarbeiter passiert, der sich von früh bis spät davon überzeugen kann die Bevölkerung der Industrielländer im Allgemeinen und die der USA im Besonderen echte Probleme mit dem Körpergewicht haben. Ein beträchtlicher Teil der Fluggäste ist definitiv zu klein für sein Gewicht.

Der Hersteller hatte ein Einsehen und der Mitarbeiter bekommt jetzt eine idealisierte Darstellung.

Damit wäre die Gefahr für den Flugverkehr ja gebannt. Hat noch jemand eine Idee, wie wir unser 34000 Km Bahnstrecke, unsere Pipelines, Strom- und Computernetzwerke vor Terroristen schützen?