Zitate

Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig
Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.

Those who would give up Essential Liberty to purchase a little
Temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety.
Benjamin Franklin

‘Wenn die amerikanische Bevölkerung jemals Privatbanken erlaubt,
unsere Währung zu kontrollieren, zuerst durch Inflation, dann durch Deflation, werden die Banken und die Konzerne, die sich entwickeln werden, die Leute all ihres Eigentums berauben und ihre Kinder werden obdachlos in dem Kontinent erwachen, den ihre Väter eroberten. Die Zuweisung von Macht sollte von den Banken genommen und wieder auf die Bevölkerung übertragen werden, der sie eigentlich gehört.’   Thomas Jefferson

Wenn wir zuerst wüssten, wo wir sind und wohin wir streben, könnten wir besser beurteilen, was wir tun und wie wir es tun sollten.

Nichts ist geregelt, was nicht gerecht geregelt ist.

Wer anderen die Freiheit verweigert, verdient sie nicht für sich selbst.

Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen, und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das ganze Volk die ganze Zeit täuschen.

Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können.

Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, gib ihm Macht.

Besser schweigen und als Narr erscheinen, als sprechen und jeden Zweifel beseitigen.

Staatskunst ist die kluge Nutzung persönlicher Niedertracht für das allgemeine Wohl.

Die Henne ist das klügste Geschöpf im Tierreich. Sie gackert erst, nachdem sie das Ei gelegt hat.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Leute ohne Laster auch sehr wenige Tugenden haben.

Gott hat die einfachen Menschen offenbar geliebt, denn er hat so viele von ihnen gemacht.

Takt ist die Fähigkeit, andere so darzustellen, wie sie sich selbst gerne sehen.

Immer wenn ich höre, dass jemand für die Sklaverei eintritt, fühle ich das starke Bedürfnis, sie an ihm selbst auszuprobieren.

Ich bin nicht und war nie für die Verwirklichung der politischen und sozialen Gleichheit zwischen der weißen und der schwarzen Rasse.

Möge die Regierung des Volkes durch das Volk und für das Volk nicht von der Erde verschwinden.

Die Wahlversprechen von heute sind die Steuern von morgen.
Der Stimmzettel ist stärker als die Kugel.
Gerechtigkeit, und nur Gerechtigkeit, erhöht ein Volk.
Wer im Leben kein Ziel hat, verläuft sich.
In diesem Krieg hoffe ich Gott auf meiner Seite zu haben. Kentucky aber muss ich auf meiner Seite haben.
(auf die Frage, ob er zwei Gesichter hätte) Meinen Sie ich würde dieses Gesicht aufsetzen, wenn ich noch ein anderes hätte?
Abraham Lincoln

“Man gebe mir sechs Zeilen, geschrieben von dem redlichsten Menschen, und ich werde darin etwas finden, um ihn aufhängen zu lassen.”

Armand-Jean I. du Plessis de Richelieu, genannt Kardinal Richelieu

“Nationalökonomie ist, wenn die Leute sich wundern, warum sie kein Geld haben.”

“Wenn die Amerikanerin so lieben könnte, wie die Deutsche glaubt, dass die Französin es täte – dann würde sich die Engländerin schön freuen. Sie hätte einen herrlichen Anlass, sich zu entrüsten.” – “Nationales”, in: “Die Weltbühne”, 16. Februar 1926, S. 266

“Alte haben gewöhnlich vergessen, dass sie jung gewesen sind, oder sie vergessen, dass sie alt sind, und Junge begreifen nie, dass sie alt werden können.” – “Der Mensch“, in: “Die Weltbühne”, 16. Juni 1931, S. 889

“Das deutsche Schicksal: vor einem Schalter zu stehn. Das deutsche Ideal: hinter einem Schalter zu sitzen.” – “Schnipsel”, in: “Die Weltbühne”, 27. Mai 1930, S. 799f

“Die menschliche Dummheit ist international.” – „Schnipsel“, 1973, S. 102

“Ein Leser hats gut: er kann sich seine Schriftsteller aussuchen.” – “Schnipsel”, in: “Die Weltbühne”, 3. Februar 1931, S. 185

“Ich mag mich nicht gern mit der Kirche auseinandersetzen; es hat ja keinen Sinn, mit einer Anschauungsweise zu diskutieren, die sich strafrechtlich hat schützen lassen.” – „Schnipsel“, 1973, S. 129

“Schulreform ohne Gesellschaftsreform ist ein Unding.” – „Schnipsel“, 1973, S. 142

“Was die Kirche nicht verbieten kann, das segnet sie.” – „Schnipsel“, 1973, S. 128

“Wem Gott Verstand gibt, dem gibt er auch ein Amt.” – „Schnipsel“, 1973, S. 130

“Wer die Enge seiner Heimat ermessen will, reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte.” – “Interessieren Sie sich für Kunst?”, in: “Zürcher Student”, Nr. 2, 1. Mai 1926, S. 64
Kurt Tucholski

„Ein Intellektueller zu sein, ist eine Berufung für jedermann: es bedeutet, den eigenen Verstand zu gebrauchen, um Angelegenheiten voranzubringen, die für die Menschheit wichtig sind. Einige Leute sind privilegiert, mächtig und gewöhnlich konformistisch genug, um ihren Weg in die Öffentlichkeit zu nehmen. Das macht sie keineswegs intellektueller als einen Taxifahrer, der zufällig über die gleichen Dinge nachdenkt und das möglicherweise klüger und weniger oberflächlich als sie. Denn das ist eine Frage der Macht.“

Noam Chomsky, 2002

„… die Bürger demokratischer Gesellschaften sollten Kurse für geistige Selbstverteidigung besuchen, um sich gegen Manipulation und Kontrolle wehren zu können… “

Noam Chomsky, in: Media Control, 2003 Israel, the Holocaust, and Anti-Semitism

It’s very consciously manipulated. I mean, it’s quite certainly real, there’s no question about that, but it is also undoubted that they manipulate it. In fact, they say so. For example, in the Jerusalem Post, in English so you can read it, their Washington correspondent Wolf Blitzer, I don’t recall the exact date, but after one of the big Holocaust memorial meetings in Washington he wrote an article in the Jerusalem Post in which he said it was a great success. He said, “Nobody mentioned arms sales to the Arabs but all the Congressmen understood that that was the hidden message. So we got it across.” In fact, one very conservative and very honest Zionist leader, Nachem Goldman, who was the President of the World Zionist Organization and who was detested towards the end because he was much too honest — they even refused to send a delegation to his burial, I believe, or a message. He’s one of the founders of the Jewish state and the Zionist movement and one of the elder statesmen, a very honest man, he — just before his death in 1982 or so — made a rather eloquent and unusual statement in which he said that it’s — he used the Hebrew word for “sacrilege” — he said it’s sacrilege to use the Holocaust as a justification for oppressing others. He was referring to something very real: exploitation of probably the world’s most horrifying atrocity in order to justify oppression of others. That kind of manipulation is really sick.
Noam Chomsky

Man muss das Wahre immer wiederholen,
weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt
wird und zwar nicht von einzelnen,
sondern von der Masse, in Zeitungen und Enzyklopädien,
auf Schulen und Universitäten.
Überall ist der Irrtum obenauf,
und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl
der Majorität, die auf seiner Seite ist.
Goethe zu Eckermann

Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig, wer die Gesetze macht!
Meyer Amschel Rothschild

“Es gibt für unzählige nur ein Heilmittel – die Katastrophe.” Christian Morgenstern

Es gibt drei Arten von Lügen: Lügen, verdammte Lügen und Statistiken.
Benjamin Disraeli

“Sie müssen sich darüber klar sein, daß dieser Krieg nicht gegen Hitler oder den Nationalsozialismus geht, sondern gegen die Kraft des deutschen Volkes, die man für immer zerschlagen will, gleichgültig, ob sie in den Händen Hitlers oder eines Jesuitenpaters liegt”
Winston Churchills Mitteilung an einen Beauftragten des deutschen “Widerstandes” während des Krieges (vgl. Kleist, Peter “Auch du warst dabei”, Heidelberg, 1952, S. 370 und Emrys Hughes, Winston Churchill – His Career in War and Peace, S. 145)

“Nicht die politischen Lehren Hitlers haben uns in den Krieg gestürzt. Anlaß war der Erfolg seines Wachstums, eine neue Wirtschaft aufzubauen. Die Wurzeln des Krieges waren Neid, Gier und Angst.”
Generalmajor J.F.C. Fuller, Historiker, England (vgl. “Der Zweite Weltkrieg”, Wien 1950)

“Was wir im deutschen Widerstand während des Krieges nicht wirklich begreifen wollten, haben wir nachträglich vollends gelernt: daß der Krieg schließlich nicht gegen Hitler, sondern gegen Deutschland geführt wurde”.
Eugen Gerstenmaier, Bundestagspräsident ab 1954, während des Krieges Mitglied der “Bekennenden Kirche” im “Widerstand”

„Ein Volk, das seine Geschichte nicht kennt, wird erleben, daß ihm eine schlechte Geschichte gemacht wird.“
Leopold von Ranke

„Deutschland wird zahlen sagte man in den zwanziger Jahren. Deutschland zahlt heute, Maastricht ist der Versailler Vertrag ohne Krieg.“
„Le Figaro“ die Dinge treffsicher auf den Punkt. Das Zitat wurde am 19. September 1992 in der Tageszeitung „Die Welt“ dickgedruckt auf der ersten Seite veröffentlicht

“Wenn Ihr Eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen, werdet Ihr sie brauchen, um zu weinen.” Jean Paul Sartre

„Ich habe einmal bestimmte Aspekte der Wirtschaftspolitik mit moderner Kriegsführung verglichen. In der modernen Kriegsführung versucht man zu entmenschlichen, das Mitgefühl zu beseitigen. Man wirft Bomben aus 15 000 Metern, aber man sieht nicht, wo sie landen, man sieht keine Schäden. Es ist fast wie in einem Computerspiel. Man spricht von „body counts“. Das entmenschlicht den Prozess. Genauso ist es in der Wirtschaft: Man redet über Statistiken und nicht über die Menschen hinter diesen Statistiken.“
Joseph E. Stiglitz / Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften

” … Nun, natürlich, das Volk will keinen Krieg”, sagte Göring achselzuckend. “Warum sollte irgendein armer Landarbeiter im Krieg sein Leben aufs Spiel setzen wollen, wenn das Beste ist, was er dabei herausholen kann, dass er mit heilen Knochen zurückkommt. Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Russland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar. Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. … das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.” (S. 270)
Herrmann Göring:18. April 1946
Aus: Nürnberger Tagebuch / von G.M. Gilbert. Ehemaliger Gerichts-Psychologe beim Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Aus dem Amerikanischen übertragen von Margaret Carroux … – Fischer: Frankfurt a.M., 1962. – 455 S.

(http://www.miprox.de/Sonstiges/Goering-Zitat.html)

Die gefährlichsten Unwahrheiten sind Wahrheiten, mäßig entstellt.
Georg Christoph Lichtenberg

“Wenn sie es tun, ist es Terrorismus, wenn wir es tun ist es Kampf für die Freiheit”

Anthony Quainton, US-Botschafter in Nicaragua, 1984
(Inoffizielle Antwort an eine Gruppe besorgter US-Bürger auf die Frage nach dem Unterschied zwischen den Aktionen der US-Regierung in Nicaragua und der Gewalt, welche sie in der übrigen Welt als Terrorismus verurteilt.)

Daß die wichtigsten Dinge durch Röhren gethan werden. Beweise: erstlich die Zeugungsglieder, die Schreibfeder und unser Schießgewehr.
Lichtenberg

Unter den unzähligen Übeln, welche den Zerfall ganzer Staaten herbeiführen, sind wohl vier als die vornehmlichsten anzusehen: Iinnere Zwietracht, große Sterblichkeit, Unfruchtbarkeit des Bodens und die Verschlechterung der Münze.
Die ersten drei liegen so klar zutage, dass sie schwerlich irgendjemand in Abrede stellen wird. Das vierte Übel jedoch, welches von der Münze ausgeht, wird nur von wenigen beachtet, und nur von solchen, welche ernster nachdenken, weil die Staaten allerdings nicht beim ersten Anlauf, sondern ganz allmählich und gleichsam auf unsichtbare Weise dem Untergang anheimfallen.
Nikolaus Kopernikus

Wenn es im Jahre 1879 schon Computer gegeben hätte, würden diese vorausgesagt haben, daß man infolge der Zunahme von Pferdewagen im Jahre 1979 im Pferdemist ersticken würde.
John C. Edwards, brit. Zukunftsforscher

“Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit zu erleichtern, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem endlos weiten Meer.” Antoine de Saint-Exupéry

„Es kann nicht alles ganz richtig sein in der Welt weil die Menschen noch mit Betrügereien regiert werden müssen.“
Georg Christoph Lichtenberg

Ich sehe in naher Zukunft eine Krise heraufziehen. In Friedenszeiten schlägt die Geldmacht Beute aus der Nation, und in Zeiten der Feindseligkeiten konspiriert sie gegen sie. Sie ist despotischer als eine Monarchie, unverschämter als eine Autokratie, selbstsüchtiger als eine Bürokratie. Sie verleumdet all jene als Volksfeinde, die ihre Methode in Frage stellen und Licht auf ihre Verbrechen werfen. Eine Zeit der Korruption an höchsten Stellen wird folgen, und die Geldmacht des Landes wird danach streben, ihre Herrschaft zu verlängern, bis der Reichtum in den Händen von wenigen angehäuft und die Republik vernichtet ist.”
Abraham Lincoln, 16. US-Präsident am 21.11.1864, 1809 -1865

“Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Wer die Wahrheit kennt und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.”

»Was ist der Überfall auf eine Bank gegen die Gründung einer Bank?
Bankraub ist eine Unternehmung von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.«
Eugen Berthold Friedrich Brecht, deutscher Dramatiker, 1898 – 1956

Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen, und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen.
Abraham Lincoln

Hier in Frankreich herrscht gegenwärtig die grösste Ruhe.
Nur ein leiser, monotoner Tropfenhall. Das sind die Zinsen, die
fortlaufend hinabträufeln in die Kapitalien, welche beständig
anschwellen; man hört ordentlich, wie sie wachsen, die Reichtümer
der Reichen. Dazwischen das leise Schluchzen der Armut.
Manchmal klirrt etwas wie ein Messer, das gewetzt wird.
Heinrich Heine 1842

Leute, die nicht schreiben können, machen Interviews mit Leuten, die nicht denken können, und fabrizieren daraus Artikel für Leute, die nicht lesen können.
Frank Zappa über Journalisten

Unsichtbar wird der Wahnsinn, wenn er genügend große Ausmaße angenommen hat.
Bertolt Brecht

Das Gedächtnis der Menschheit ist erstaunlich kurz. Ihre Vorstellungskraft für kommende Leiden ist fast noch geringer. Die Abgestumpftheit ist es, die wir zu bekämpfen haben. Ihr äußerster Grad ist der Tod.  Bertolt Brecht

“Die Entwicklung der Menschheit

Einst haben die Kerls auf den Bäumen gehockt,
behaart und mit böser Visage.
Dann hat man sie aus dem Urwald gelockt,
und die Welt asphaltiert und aufgestockt
bis zur dreißigsten Etage.
Da saßen sie nun, den Flöhen entfloh’n
in zentralgeheizten Räumen.
Da sitzen sie nun am Telefon,
und es herrscht noch genau der selbe Ton
so wie seinerzeit auf den Bäumen.
Sie hören weit, sie sehen fern,
sie sind mit dem Weltall in Fühlung.
Sie putzen die Zähne, sie atmen modern,
die Erde ist ein gebildeter Stern
mit sehr viel Wasserspülung
Sie schießen die Briefschaften durch ein Rohr,
sie jagen und züchten Mikroben,
sie verseh’n die Natur mit allem Komfort
sie fliegen steil in den Himmel empor
und bleiben zwei Wochen oben.

Was ihre Verdauung übrigläßt
das verarbeiten sie zu Watte.
Sie spalten Atome, sie heilen Inzest.
Sie stellen durch Stiluntersuchungen fest,
daß Cäsar Plattfüße hatte.
So haben sie mit dem Kopf und dem Mund
den Fortschritt der Menschheit geschaffen.
Doch davon mal abgesehen und
bei Lichte betrachtet
sind sie im Grund
noch immer die alten Affen.”
- Erich Kästner -

“Man kann die Ideen, wie sie in unserem Geiste und in der Natur sich kundgeben, sehr treffend durch Zahlen bezeichnen; aber die Zahl bleibt doch immer das Zeichen der Idee, nicht die Idee selbst. Der Meister bleibt dieses Unterschieds noch bewußt, der Schüler aber vergisst dessen und überliefert seinen Nachschülern nur eine Zahlenhieroglyphik, bloße Chiffren, deren lebendige Bedeutung niemand mehr kennt und die man mit Schulstolz nachplappert. Dasselbe gilt von den übrigen Elementen der mathematischen Form. Das Geistige in seiner ewigen Bewegung erlaubt kein Fixieren; ebensowenig wie durch die Zahl läßt es sich fixieren durch Linie, Dreieck, Viereck undKreis. Der Gedanke kann weder gezählt werden noch gemessem”
Heinrich Heine. Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland. Reclam Leipzig 1970. S.141f

“Das Wunder der Integration aber, der permanente Gnadenakt des Verfügenden, den Widerstandslosen aufzunehmen, der seine Renitenz herunterwürgt, meint den Faschismus.”
Adorno

“Es ist ein Unglück, daß die SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt. Hieße sie seit dem August 1914 Reformistische Partei oder Partei des kleinern Übels oder Hier können Familien Kaffee kochen oder so etwas -: vielen Arbeitern hätte der neue Name die Augen geöffnet, und sie wären dahingegangen, wohin sie gehören: zu einer Arbeiterpartei. So aber macht der Laden seine schlechten Geschäfte unter einem ehemals guten Namen.”
Kurt Tucholsky

Wenn die Regierung das Volk fürchtet, herrscht Freiheit.
Wenn das Volk die Regierung fürchtet, herrscht Tyrannei.
Thomas Jefferson (1734-1826), dritter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

“Die Politik wird nicht von Politikern gemacht. Hinter verschlossenen Türen werden die Fäden gezogen, an welchen die Kasper hängen, die uns in Berlin in der “Politkiste” Theater vorspielen. Diese Kasper dürfen dann in den öffentlich-rechtlichen Bedürfnisanstalten bei den Klofrauen Christiansen und Illner ihre Sprechblasen entleeren und wenn nach verrichten der intellektuellen Notdurft noch was nachtröpfelt, dann können sie das bei Beckmann und Kerner an der emotionalen Pissrinne unters Volk mischen.” Georg Schramm

“Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist. Wir werden regiert, unser Verstand geformt, unsere Geschmäcker gebildet, unsere Ideen größtenteils von Männern suggeriert, von denen wir nie gehört haben. Dies ist ein logisches Ergebnis der Art wie unsere demokratische Gesellschaft organisiert ist. Große Menschenzahlen müssen auf diese Weise kooperieren, wenn sie in einer ausgeglichen funktionierenden Gesellschaft zusammenleben sollen. In beinahe jeder Handlung unseres Lebens, ob in der Sphäre der Politik oder bei Geschäften, in unserem sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken werden wir durch eine relativ geringe Zahl an Personen dominiert, welche die mentalen Prozesse und Verhaltensmuster der Massen verstehen.
Sie sind es, die die Fäden ziehen, welche das Öffentliche Denken kontrollieren.”

Edward L. Bernays der “Vater” der puplic relation zu Propaganda.

So wollt ich jeden Zweifel beseitigt wissen, dass ich die Verwirklichung einer Wirtschaftsverfassung anstrebe, die immer weitere und breitere Schichten unseres Volkes zu Wohlstand zu führen vermag. Am Ausgangspunkt stand da der Wunsch, über eine breitgeschichtete Massenkaufkraft die alte konservative soziale Struktur endgültig zu überwinden.
Ludwig Erhard

Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen -
Kurfürst Friedrich Wilhelm von
Brandenburg

Der luxemburgische Premier- und Finanzminister Jean Claude Juncker hat diese Vorgehensweise einmal treffend formuliert: „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”

Politische Dummheit kann man lernen, man braucht nur deutsche Schulen zu besuchen. Die Zukunft Deutschlands wird wahrscheinlich für den Rest des Jahrhunderts von Außenstehenden entschieden werden. Das einzige Volk, das dies nicht weiß, sind die Deutschen.
Der Londoner Spectator am 16.11.1959

Uber Deutschlands Wiederaufbau:
EX-NATO-Generalsekretär Lord Ismay:
“To keep the US in, the Soviets out and the Germans down”.

Warum die Neocons die richtigen waren, um die USA zu ruinieren:
http://zeitenwende.ch/

“Ein Dummer sieht nicht den Zusammenhang der Naturerscheinungen ein, wo sie sich selbst überlassen sind,noch wo sie absichtlich gelenkt, d.h. zu Maschinen dienstbar gemacht sind: dieserhalb glaubt er gerne an Zauberei und Wunder.
Ein Dummer merkt nicht dass verschiedene Personen unabhängig voneinander, in der That aber in verabredetem Zusammenhang handeln: er läst sich daher leicht mystifizieren und intrieguieren:
er merkt nicht die verheimlichten Urtheile usw.”
Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph

Seine Verwunderung über das passive Hinnehmen dieser Ungerechtigkeit und Unfreiheit, brachte
Friedrich A. von Hayek in seinem bahnbrechenden Werk “Die Entnationalisierung des Geldes” zum Ausdruck: “Wenn man die Geschichte es Geldes studiert”, so Hayek, “kann man nicht umhin, sich darüber zu wundern, daß die Menschen den Regierungen so lange Zeit eine Macht anvertraut haben, die sie über 2000 Jahre hinweg in der Regel dazu gebrauchten, sie (die Untertanen) auszunützen
und zu betrügen.” (S. 14).

David Rockefeller, Gründer der Trilateralen Kommission, erklärte in einer Ansprache vor der Trilateralen Kommission im Juni 1991: “Wir sind dankbar gegenüber der “Washington Post”, der
“New York Times”, gegenüber dem “Times Magazine” und anderen grossen Zeitungen, deren Chefs an unseren Treffen teilgenommen und ihr Versprechen auf Diskretion während fast 40 Jahren eingehalten haben. Es wäre uns kaum möglich gewesen, unseren Plan für die Welt so zu entwickeln , wenn wir in all diesen Jahren Gegenstand von Berichten in den Massenmedien gewesen wären.
Gegenwärtig ist die Arbeit viel komplizierter, aber zugleich weit fortgeschritten, um eine Welt regierung zu erreichen. Die supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und der internationalen Grossbanken (world bankers) ist sicherlich einer nationalen Selbstbeschränkung wie in den vergangenen Jahrhunderten vorzuziehen.” (Quelle: Loreto-Bote 4/2003 Nr.41)

We are completely dependent on the commercial banks. Someone has to borrow every dollar we have in circulation, cash or credit. If the banks create ample synthetic money, we are prosperous; if not, we starve. We are absolutely without a permanent money system. When one gets a complete grasp of the picture, the tragic absurdity of our hopeless position is almost incredible, but there it is. It is the most important subject intelligent persons can investigate and reflect upon. It is so important that our present civilization may collapse unless it becomes widely understood and the defects remedied soon.” Robert H. Hemphill, Credit Manager of the Federal Reserve Bank, Atlanta, GA

Übersetzung:

Wir sind völlig abhängig von den Geschäftsbanken. Jeder Dollar der umläuft, sei es als Bargeld oder Buchgeld, muss von jemandem geborgt sein. Wenn die Banken reichlich Geld aus dem Nichts erzeugen, geht es uns gut, wenn nicht, verhungern wir. Es gibt nicht so etwas wie ein dauerhaftes Geldsystem. Wenn man das erst einmal wirklich verstanden hat, erscheint das Absurde dieser hoffnungslosen Situation fast unglaublich, aber so ist es. Es ist wohl der wichtigste Sachverhalt, über den intelligente Menschen sich jetzt klar werden und nachdenken müssen. Es ist so wichtig, dass ein Zusammenbruch unserer gegenwärtigen Zivilisation auf dem Spiel steht, wenn es nicht allgemein verstanden wird und die Fehler rasch korrigiert werden.
Robert H.Hemphill, Credit Manager der Federal Reserve Bank, Atlanta, GA

pasend dazu: wie_unser_geldsytem_funktioniert

Die Freiheit der Presse im Westen, wobei die viel besser ist als anderswo, ist letztlich die Freiheit von 200 reichen Leuten ihre Meinung zu veröffentlichen. Peter Scholl-Latour

„Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. (…) Inhalt und Ziel (einer) sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein. Durch eine gemeinschaftliche Ordnung soll das deutsche Volk eine Wirtschafts- und Sozialverfassung erhalten, die dem Recht und der Würde des Menschen entspricht, dem geistigen und materiellen Aufbau unseres Volkes dient und den inneren und äußeren Frieden sichert.“
CDUAhlener Programm 1947

Der Krieg ist ein besseres Geschäft als der Friede. Ich habe noch niemanden gekannt, der sich zur Stillung seiner Geldgier auf Erhaltung und Förderung des Friedens geworfen hätte. Die beutegierige Canaille hat von eh und je auf Krieg spekuliert.
Carl von Ossietzky in der Weltbühne vom 8. Dezember 1931

Gegen den Krieg

Kriege werden viel mehr gemacht, als sie entstehen. Wer da mit magischen Geschichten kommt, hat viel zu gewinnen im Kriege und wenig zu verlieren.

Für einen anständigen Menschen gibt es in bezug auf seine Kriegshaltung überhaupt nur einen Vorwurf: daß er nicht den Mut aufgebracht hat, Nein zu sagen.

Wer im Kriege gefallen ist, ist für einen Dreck gefallen.

Kurt Tucholsky

Eine hierarchische Gesellschaft ist nur auf der Grundlage von Armut und Unwissenheit möglich. Die neue Variante ist die Vergangenheit, und keine andere Vergangenheit kann je existiert haben.

Im Prinzip soll jede Kriegsanstrengung die Gesellschaft am Rande des Verhungerns halten. Der Krieg wird von den Herrschenden gegen ihre eigenen Untertanen geführt – und sein Ziel ist weder ein Sieg über Eurasien oder über Ostasien – sondern die Aufrechterhaltung der Gesellschaftsstruktur.

Macht heißt, allen Untertanen nicht nur vollkommenen Gehorsam gegenüber dem Staate, sondern auch vollkommene Meinungsgleichheit aufzuzwingen.

George Orwell

Dejavu ? oder hat sich nichts geändert?

Es ist ein Unglück, daß die SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt. Hieße sie seit dem 1. August 1914 Reformistische Partei oder Partei des kleineren Übels oder Hier können Familien Kaffee kochen oder so etwas – vielen Arbeitern hätte der neue Name die Augen geöffnet, und sie wären dahingegangen, wohin sie gehören: zu einer Arbeiterpartei. So aber macht der Laden seine schlechten Geschäfte unter einem ehemals guten Namen.
Kurt Tucholsky, “Schnipsel”, 1932

Ein Typ kommt zu mir und fragt: »Was ist Punk?« Also trete ich eine Mülltonne um und sage: »Das ist Punk!« Er tritt also gegen eine Mülltonne und fragt: »Und das ist jetzt Punk?«, und ich sage »Nein, das ist Trendgehabe!«
Billie Joe Armstrong, Green Day

Es ist wieder große Mode, auf die öffentliche Hand zu schimpfen, gegen die von Staat auferlegten Soziallasten zu wettern.
Carl von Ossietzky ( 1889 – 1938 ) in der Weltbühne, 1. Oktober 1929

“Damit der Besitz fürderhin mehr Vertrauen einflöße und moralischer werde, halte man alle Arbeitswege zum kleinen Vermögen offen, aber verhindere die mühelose, die plötzliche Bereicherung; man ziehe … namentlich den Geldhandel aus den Händen der Privaten – und betrachte ebenso die Zuviel- wie die Nichts-Besitzer als gemeingefährliche Wesen.”
F. Nietzsche

“Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.” Francis Picabia, Aphorismen

“Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das Deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung, als ihre wirklichen Feinde.” Napoleon Bonaparte

Only buy stock in a company that’s so good that an idiot can run it, because sooner or later one will.” Warren Buffet

“Montag ist ein gefährlicher Tag Aktien zu kaufen. Ebenfalls gefährlich sind Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag” (Twain, IIRC).

“Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden.“
John Maynard Keynes, britischer Ökonom

“Die Macht des Geldes beutet eine Nation in Friedenszeiten aus und verschwört sich gegen sie in Kriegszeiten. Sie ist despotischer als eine Monarchie, unverschämter als eine Autokratie und egoistischer als eine Bürokratie.” Abraham Lincoln

Jeder der glaubt, dass exponentielles Wachstum in einer endlichen Welt für immer weitergehen kann, ist entweder verrückt oder ein Wirtschaftswissenschaftler.“ Kenneth Boulding

“Ach”, sagte die Maus, ”
die Welt wird enger mit jedem Tag.
Zuerst war sie so breit, daß ich Angst hatte,
ich lief weiter und war glücklich,
daß ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah,
aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu,
dass ich schon im letzten Zimmer bin,
und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.” -
“Du mußt nur die Laufrichtung ändern”,
sagte die Katze und fraß sie. Franz Kafka

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Anleitung eines anderen zu bedienen. Selbst verschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude [wage es verständig zu sein]! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.
Immanuel Kant

“Jeder Deutsche hat die Freiheit, Gesetzen zu gehorchen, denen er niemals zugestimmt hat; er darf die Erhabenheit des Grundgesetzes bewundern, dessen Geltung er nie legitimiert hat; er ist frei, Politikern zu huldigen, die kein Bürger je gewählt hat, und sie üppig zu versorgen – mit seinen Steuergeldern, über deren Verwendung er niemals befragt wurde. Insgesamt sind Staat und Politik in einem Zustand, von dem nur noch Berufsoptimisten oder Heuchler behaupten können, er sei aus dem Willen der Bürger hervorgegangen.”

Hans Herbert von Arnim, Professor für öffentliches Recht und Verwaltungslehre in Speyer

Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.Sokrates

Don’t argue with idiots. They drag you down to their level and beat you with experience.

Es ist nicht genug, den Menschen ein Spezialfach zu lehren. Dadurch wird er zwar zu einer Art benutzbarer Maschine, aber nicht zu einer vollwertigen Persönlichkeit. Es kommt darauf an, dass er ein lebendiges Gefühl dafür bekommt, was zu erstreben wert ist. Er muß einen lebendigen Sinn dafür bekommen, was schön und was moralisch gut ist. Sonst gleicht er mit seiner spezialisierten Fachkenntnis mehr einem wohlabgerichteten Hund als einem harmonisch entwickelten Geschöpf.
- Albert Einstein, “Mein Weltbild” -

“Den Bankern gehört die Erde. Nehmt ihnen die Erde, aber laßt ihnen die Macht, Rücklagen zu bilden, und mit einem Federstrich werden sie genügend Rücklagen schöpfen, um sie wieder zurückzukaufen. Immerhin, nehmt sie ihnen weg, dann würden alle großen Vermögen der Banker gleich dem meinen verschwinden. Dann würden wir in einer glücklicheren und besseren Welt leben.
Aber wenn Sie wünschen, die Knechte der Bankleute zu bleiben und
ihnen noch die Kosten für ihre eigene Knechtschaft zu zahlen, dann laßt sie weiter Rücklagen schöpfen.”
Sir Josiah STAMP, Präsident der Bank of England

„Zunächst jedoch sehen wir hier den ersten Fortschritt, den der Geist der Revolte auf ein Denken ausübt, das anfänglich von der Absurdheit und der scheinbaren Sterilität der Welt durchdrungen war. In der Erfahrung des Absurden ist das Leid individuell. Von der Bewegung der Revolte ausgehend, wird ihm bewußt, kollektiver Natur zu sein; es ist das Abenteuer aller. Der erste Fortschritt eines von der Befremdung befallenen Geistes ist demnach, zu erkennen, daß er diese Befremdung mit allen Menschen teilt und daß die menschliche Realität in ihrer Ganzheit an dieser Distanz zu sich selbst und zur Welt leidet. Das Übel, welches ein Einzelner erlitt, wird zur kollektiven Pest. In unserer täglichen Erfahrung spielt die Revolte die gleiche Rolle wie das „Cogito“ auf dem Gebiet des Denkens: sie ist die erste Selbstverständlichkeit. Aber diese Selbstverständlichkeit entreißt den einzelnen seiner Einsamkeit. Sie ist ein Gemeinplatz, die den ersten Wert auf allen Menschen gründet. Ich empöre mich, also sind wir.“
- Albert Camus, “Der Mensch in der Revolte” -

“… Ferner gehört es (zum Wesen der Tyrannis) dahin zu streben, dass ja nichts verborgen bleibe, was irgendein Untertan spricht oder tut, sondern überall Späher ihn belauschen, … ferner alle Welt miteinander zu verhetzen und Freunde mit Freunden zu verfeinden und das Volk mit den Vornehmen und die Reichen unter sich. Sodann gehört es zu solchen tyrannischen Maßregeln, die Untertanen arm zu machen, damit die Leibwache besoldet werden kann, und sie, mit der Sorge um ihren täglichen Erwerb beschäftigt, keine Zeit und Muße haben, Verschwörungen anzustiften… Ferner aber auch solche hohe Einkommensteuern, wie die in Syrakus auferlegten, denn unter Dionysios hatten die Bürger dieses Staates in fünf Jahren glücklich ihr ganzes Vermögen in Steuern ausgegeben. Und auch beständig Kriege zu erregen, ist der Tyrann geneigt…”
Aristoteles, “Über die Politik”

“Wir müssen schnell damit anfangen, von einer “sachorientierten” Gesellschaft zu einer “personenorientierten” Gesellschaft zu kommen. Wenn Maschinen und Computer, Profitbestrebungen und Eigentumsrechte für wichtiger gehalten werden als die Menschen, dann wird die schreckliche Allianz von Rassenwahn, Materialismus und Militarismus nicht mehr beseitigt werden können.” - Martin Luther King -

Wir können es ändern.
Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte, die unfähig sind, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Das haben sie uns jahrhundertelang eingeredet. Viele geschichtliche Zeichen deuten darauf hin, daß die Geschichte einfach nicht ein ewiger Kreisel ist, wo nur immer das Negative triumphieren muss.
Rudi Dutschke (1940 – 1979) in einem Fernsehinterview mit Günter Gaus (1929 – 2004) vom 3.12.1967

Die Lösung

Wenn was nicht klappt, wenn was nicht klappt,
dann wird vor allem mal nicht berappt.
Wir setzen frisch und munter
die Löhne, die Löhne herunter -
immer runter!

Wir haben bis über die Ohren
bei unsern Geschäften verloren …
Unser Geld ist in allen Welten:
Kapital und Zinsen und Zubehör.
So lassen wir denn unser großes Malheur
nur einen, nur einen entgelten:

Den, der sich nicht mehr wehren kann,
Den Angestellten, den Arbeitsmann;
den Hund, den Moskau verhetzte,
dem nehmen wir nun das Letzte.
Arbeiterblut muß man keltern.
Wir sparen an den Gehältern -
immer runter!

Unsre Inserate sind nur noch ein Hohn.
Was braucht denn auch die deutsche Nation
sich Hemden und Stiefel zu kaufen?
Soll sie doch barfuß laufen!
Wir haben im Schädel nur ein Wort:
Export! Export!

Was braucht ihr eignen Hausstand?
Unsre Kunden wohnen im Ausland!
Für euch gibts keine Waren.
Für euch heißts: sparen! sparen!
Nicht wahr, ein richtiger Kapitalist
hat verdient, als es gut gegangen ist.
Er hat einen guten Magen,
Wir mußten das Risiko tragen …
Wir geben das Risiko traurig und schlapp
inzwischen in der Garderobe ab.

Was macht man mit Arbeitermassen?
Entlassen! Entlassen! Entlassen!
Wir haben die Lösung gefunden:
Krieg den eignen Kunden!
Dieweil der deutsche Kapitalist
Gemüt hat und Exportkaufmann ist.
Wußten Sie das nicht schon früher -?
Gott segne die Wirtschaftsverführer!

Kurt Tucholsky. Gesammelte Werke 9 – 1931. Rowohlt Taschenbuch GmbH. Reinbeck bei Hamburg. 1993. S. 269. (Zur Sicherheit: Diesmal ein echter Tucholsky) gefunden :http://www.nachdenkseiten.de/

“Ponzi-Finanzierer können weder ihre Schulden bedienen noch zurückzahlen. Sie spekulieren darauf, dass die Preise ihrer Assets steigen, um später durch deren Erlös die Schulden zu tilgen. Klar, dass ein Finanzsystem umso instabiler wird, je weniger Akteure sich sicher finanzieren und je mehr zu spekulativen – oder Ponzi-Finanzierern werden.” Hyman Minsky, (1919-1996), US-Ökonom. Ponzi-Schema bedeutet Schneeballsystem. Der Name kommt von einem Betrüger aus den USA, der sich Charles Ponzi nannte und zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Schneeballsystem mit internationalen Antwortscheinen aufzog.)

»Gegen Totschlag und Mord einzelner schreiten wir ein; aber wie steht’s mit den Kriegen und dem verbrecherischen Ruhm, ganze Völker hingeschlachtet zu haben? Was für den einzelnen verboten ist, wird von staatswegen befohlen. Was – heimlich begangen – den Täter den Kopf kosten würde, das loben wir, wenn es im Feldherrnmantel geschieht.« SENECA

“Während Wirtschaftslehrbücher behaupten, dass Menschen und Firmen um Marktanteile und Ressourcen ringen, behaupte ich, dass sie in Wirklichkeit um Geld kämpfen – sie gebrauchen die Märkte und Ressourcen dafür. Die Gier und Furcht vor Mangel wird ständig aufrecht erhalten und verstärkt durch die Art Geld, die wir benützen. Wir können zum Beispiel mehr als genug Essen produzieren um alle satt zu machen und es ist definitiv genug Arbeit auf der Welt da für alle, aber es ist ganz klar nicht genug Geld auf der Erde um für das alles zu bezahlen. Es ist ein Fakt, dass Zentralbanken dafür da sind diesen Mangel zu kreieren und aufrecht zu erhalten. Geld wird geschaffen, wenn es die Banken verleihen. Wenn eine Bank dich mit einer 100.000 $ Hypothek versorgt, dann wird nur der Kreditbetrag geschaffen. Die Bank erwartet, dass du 200.000 $ über die nächsten 20 Jahre zurückbezahlst, aber sie schafft nicht die zweiten 100.000 $ die Zinsen. Die Bank sendet dich anstatt dessen in die harte Welt hinaus, um gegen jeden zu kämpfen, um diese zweiten 100.000 $ zurückzubringen.” Bernard Lietaer, ehemaliger Zentralbanker (EZB)

“If we see that Germany is winning, we ought to help Russia, and if Russia is winning we ought to help Germany, and that way we let them kill as many as possible.” - Harry Truman, 33rd US President

Ein Buch ist ein Spiegel, wenn ein Affe hineinguckt, so kann freilich kein Apostel heraus sehen. Lichtenberg

“Die Dummheit der Menschen manifestierte sich früher im Militär, heute in den Wirtschaftsführern.” Kurt Tucholsky. Gesammelte Werke 10: 1932. Rowohlt Taschenbuch Verlag. Hamburg 1993.

Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht gestimmt hat.
(Winston Churchill, engl. Staatsmann, 1874 – 1965)

Entwicklungshilfe nimmt das Geld der Armen in den reichen Ländern und gibt es den Reichen in den armen Ländern.
Achmed Mohamed Saleh, Journalist aus Tansania

Zwei Dinge sind unendlich:
Das Universum und die Menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.
(Albert Einstein, dt. – am. Physiker, 1879 – 1955)

Der Bau von Luftschlössern kostet nichts, aber ihre Zerstörung ist sehr teuer.
(Francois Mauriac, fr. Schriftst., 1885 – 1970)

Ein Psychiater ist ein Mann, der sich keine Sorgen zu machen braucht, solange andere Menschen sich welche machen.
(Karl Kraus, öst. Schriftsteller 1874 – 1936)

Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, daß er genug davon habe.
(Rene Descartes, fr. Mathematiker u. Philosoph, 1596 – 1650)

Sag nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst. (Matthias Claudius, dt. Dichter, 1740 – 1815)

Wer aufhört zu werben, um so Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.
(Henry Ford, am. Industrieller, 1885 – 1945)

Sicher verdanken einige Millionäre ihren Erfolg ihren Frauen.
Aber die meisten verdanken ihre Frauen dem Erfolg.
(Danny Kaye, am. Schauspieler, *1913)

Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.
(Heiner Geissler, dt. Politiker)

Erfahrung heißt gar nichts.
Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen.
(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890 – 1935)

Wenn man zwei Stunden lang mit einem netten Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute.
Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden.
Das ist Relativität.
(Albert Einstein, dt. – am. Physiker, 1879 – 1955)

Alt ist man dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Freude hat als an der Zukunft.
(John Knittel, schw. Schriftsteller, 1891 – 1970)

Liebe ist das einzige, was wächst, indem wir es verschwenden.
(Ricarda Huch, dt. Historikerin u. Schriftstellerin, 1864 – 1947)

Man kann niemanden überholen, wenn man in seine Fußstapfen tritt.
(Francois Truffaut, fr. Regieseur, 1932 – 1985)

Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.” (Albert Einstein)

“Deutsche sind zu ehrlich und aufrichtig, um den ganz großen Betrug gedanklich erfassen zu können.” (Christian von Montfort)

“Was halten Sie in Deutschland für das größere Problem: Unwissenheit oder Gleichgültigkeit?” – “Weiß ich nicht, ist mir aber eigentlich auch egal!” (Internet-Witz :-)

Während der Balkankriege von 1912-13 schrieb Leo Trotzki: “In der Politik wie auch im Privatleben gibt es nichts, was banaler wäre – banaler und fruchtloser – als das Moralisieren. Dennoch wirkt es für viele anziehend, da es von der Notwendigkeit entbindet, in die objektive Mechanik der Ereignisse einzudringen.” (1)

“Banking was conceived in iniquity and was born in sin. The bankers own the earth. Take it away from them, but leave them the power to create money, and with the flick of the pen they will create enough deposits to buy it back again. However, take it away from them, and all the great fortunes like mine will disappear and they ought to disappear, for this would be a happier and better world to live in. But, if you wish to remain the slaves of bankers and pay the cost of your own slavery, let them continue to create money.”
Sir Josiah Stamp, Director of the Bank of England (appointed 1928). Reputed to be the 2nd wealthiest man in England at that time.

“Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh.”
(Henry Ford, 1863-1947)

“Oft ist das Denken schwer, indes, das Schreiben geht auch ohne es”, dichtete einst der deutsche Schriftsteller, Zeichner und Maler Wilhelm Busch

“Ich bin in keiner Weise respectable geworden. Bin mehr denn je der Meinung, dass man eine menschenwürdige Existenz nur am Rande der Gesellschaft sich heute ermöglichen kann, wobei man dann mit mehr oder weniger Humor riskiert, von ihr entweder gesteinigt oder zum Hungertod verurteilt zu werden.”
- Hannah Arendt, Brief an Karl Jaspers 1946 -

»Ja, was man so erkennen heißt!
Wer darf das Kind beim rechten Namen nennen?
Die wenigen, die was davon erkannt,
die töricht genug ihr volles Herz nicht wahrten,
dem Pöbel ihr Gefühl, ihr Schauen offenbarten
hat man von je gekreuzigt und verbrannt.« Wolfgang von Goethe

Mit Greuelpropaganda haben wir den Krieg gewonnen …Und nun fangen wir erst richtig damit an! Wir werden diese Greuelpropaganda fortsetzen, wir werden sie steigern bis niemand mehr ein gutes Wort von den Deutschen annehmen wird, bis alles zerstört sein wird, was sie etwa in anderen Ländern noch an Sympathien gehabt haben, und sie selber so durcheinander geraten sein werden, daß sie nicht mehr wissen, was sie tun. Wenn das erreicht ist, wenn sie beginnen, ihr eigenes Nest zu beschmutzen, und das nicht etwa zähneknirschend, sondern in eilfertiger Bereitschaft, den Siegern gefällig zu sein, dann erst ist der Sieg vollständig. Endgültig ist er nie. Die Umerziehung bedarf sorgfältiger, unentwegter Pflege wie englischer Rasen. Nur ein Augenblick der Nachlässigkeit, und das Unkraut bricht durch, jenes unausrottbare Unkraut der geschichtlichen Wahrheit.”
Aussage gegenüber dem Völkerrechtler Prof. Grimm. Sefton Delmer(ehemaliger britischer Chefpropagandist): Die Deutschen und Ich. Nannen, Hamburg, 1963.

“Die Theorie und Praxis der öffentlichen Finanzen ist beinahe vollkommen von dem Bestreben geformt worden, die auferlegte Last so weit wie möglich zu verschleiern und diejenigen, die sie letztlich zu tragen haben, so wenig wie möglich darauf aufmerksam zu machen.“ – Der österreichische Ökonom und Nobelpreisträger Friedrich von Hayek

»Eine freie Gesellschaft benötigt moralische Bestimmungen, die sich letztendlich darauf zusammenfassen lassen, dass sie Leben erhalten: nicht die Erhaltung aller Leben, weil es notwendig sein kann, individuelles Leben zu opfern, um eine größere Zahl von anderen Leben zu erhalten. Deshalb sind die einzigen wirklichen moralischen Regeln diejenigen, die zum »Lebenskalkül« führen: das Privateigentum und der Vertrag«
Friedrich August von Hayek, einer der Gründerväter des Neoliberalismus im Interview mit der Zeitung »El Mercurio« in Santiago/Chile 1981.

Die Wahrheit ist selten kompliziert, meist ist nur der Betrachter verwirrt (was selten ein Zufall ist) oder intellektuell nicht in der Lage, sie zu erkennen. Wobei zwischen Intelligenz und Bildungsstand oder der Aneignung von Wissen kein kausaler Zusammenhang besteht! Oft, wenn nicht sogar meistens, verzapfen gebildete, mit Wissen förmlich vollgestopfte Menschen den größten denkbaren Mist.
Antoine de Saint-Exupéry

“Es ist nicht der Zweck des Staates, die Menschen aus vernünftigen Wesen zu Tieren oder Automaten zu machen, sondern vielmehr zu bewirken, dass ihr Geist und ihr Körper ungefährdet seine Kräfte entfalten kann, dass sie selbst frei ihre Vernunft gebrauchen, und dass sie nicht mit Zorn, Hass und Hinterlist sich bekämpfen, noch feindselig gegeneinander gesinnt sind. Der Zweck des Staates ist in Wahrheit die Freiheit.”
Baruch de Spinoza

“Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll”
Ludwig von Mises

„Der Hunger tötet weltweit ungefähr 100.000 Menschen täglich. Kaum jemand spricht über diesen Völkermord, von Abhilfe ganz zu schweigen. Vor diesem Hintergrund und angesichts des zügellosen Neoliberalismus der Finanzmärkte entlarvt sich das Reden der Mächtigen von christlichen Werten, von Recht auf Nahrung,  Solidarität und Gerechtigkeit als pure Heuchelei.“
Jean Ziegler ,Schweizer Professor für Soziologie, Politiker und Sachbuchautor („Die Schweiz wäscht weißer“), UN-Sonderbotschafter für das Recht auf Nahrung, auf dem Evangelischen Kirchentag 2005 in Hannover.

Dumm sein und Arbeit haben. Das ist das Glück!
Gottfried Benn

Non vitae, sed scholae discimus.
Seneca

Das Fernsehen ist die größte kulturelle Katastrophe, die die Erde in der Zeit, an die wir uns erinnern können, erlebt hat.
Joseph Weizenbaum

Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Napoleon

Reden ist Silber und schweigen ist Gold
wer Gold hat kann schweigen doch wer hat gewollt
dass Du nach der Weise entmündigter Greise
nur heimlich und leise das Unrecht verfluchst
denn schweigst Du nur immer wird alles nur schlimmer
siehst nie einen Schimmer vom Recht das du suchst
Denn für den der nichts tut der nur schweigt so wie du
kann die Welt wie sie ist auch so bleiben…. WER SCHWEIGT STIMMT ZU
Herman van Veen

Das 20. Jahrhundert ist durch drei Entwicklungen von großer politischer Bedeutung charakterisiert: Das Wachsen der Demokratie, das Wachsen der Macht der Unternehmen und das Wachsen der Unternehmenspropaganda, die die Macht der Unternehmen vor der Demokratie schützt.
Alex Carey

Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden.
John M. Keynes

Nichts ist für diejenigen, welche gewöhnt sind, menschliche Angelegenheiten mit den Augen der Philosophen zu betrachten, überraschender, als die Leichtigkeit, mit welcher so viele sich von so wenigen regieren lassen, und als die blinde Unterwerfung, mit welcher die Menschen ihre eigenen Gefühle und Leidenschaften denen der Regierenden unterordnen. Über die ursprünglichen Prinzipien der Regierung, David Hume

Es fehlt der Wille zur schöpferischen Zerstörung sklerotischer Strukturen. Die Arbeits- und Sozialkosten müssen gesenkt werden, die Steuern müssen runter, und es muß ein investitionsfreundliches Klima geschaffen werden.
Horst Köhler 15.2.2003 in der FAZ

Schönster aller Zweifel aber Wenn die verzagten Geschwächten den Kopf heben und An die Stärke ihrer Unterdrücker Nicht mehr glauben! (Brecht, Lob des Zweifels)

…die Wahrheit ist unser kostbarstes Gut,
lasst uns sparsam damit umgehen.
Mark Twain

„Immer doch schreibt der Sieger die Geschichte des Besiegten. Dem Erschlagenen entstellt der Schläger die Züge. Aus der Welt geht der Schwächere und zurück bleibt die Lüge.“  Berthold Brecht (1898 – 1956)

Unsere Städte sind umzingelt von Gewerbegebieten, die wir den Ausländern wie eine Prostituierte anbieten. Wenn der Investor dann nach fünf Jahren wegen niedrigerer Löhne nach Pakistan zieht, ist kein Feld mehr übrig, keine Wiese, kein Wald, kein Dorf, keine Stadt. Als Erbe unserer Kurzsichtigkeit bleibt dort nur ein postmodernes Nichts.
Vaclav Hável

Wenn ein Arzt hinter dem Sarg seines Patienten her geht, so folgt manchmal tatsächlich die Ursache der Wirkung.

(Robert Koch, dt. Bakteriologe, 1843-1910)

Die meisten Menschen sterben an ihren Medikamenten und nicht an ihren Krankheiten.

(Jean Moliere, frz. Dichter, 1622-1673)

Die Fortschritte der Medizin sind ungeheuer – man ist sich seines Todes nicht mehr sicher.

(Hermann Kesten, dt. Schriftsteller, 1900-1996)

“Sie zitieren hier ständig das Grundgesetz. Sagen Sie, sind Sie eigentlich Kommunist?”     Franz Josef Degenhardt

Demokratie ist die polititsche Waffe des Großkapitals (Oswald Spengler)

“Unter der Herrschaft eines repressiven Ganzen läßt Freiheit sich in ein mächtiges Herrschaftsinstrument verwandeln. Der Spielraum, in dem das Individuum seine Auswahl treffen kann, ist für die Bestimmung des Grades menschlicher Freiheit nicht entscheidend, sondern was gewählt werden kann und was vom Individuum gewählt wird. Das Kriterium für freie Auswahl kann niemals ein absolutes sein, aber es ist auch nicht völlig relativ. Die freie Wahl der Herren schafft die Herren oder die Sklaven nicht ab.”
Herbert Marcuse, “Der eindimensionale Mensch”

Timeo Danaos et dona ferentes. (ich fürcht’ die Danaer, auch wenn sie Geschenke bringen)

Wo die Wahrheit nichts gilt, da gibt es keine Gerechtigkeit. Ohne Gerechtigkeit aber gibt es keinen Frieden.
Etwas ist nicht Recht, weil es Gesetz ist, sondern es muss Gesetz sein, weil es Recht ist. – Montesquieu

„Herr Bundeskanzler, wie erklären Sie sich“ – fragte Galbraith – „Österreichs hervorragende wirtschaftliche Lage in der Nachkriegszeit: niedrige Inflation, Vollbeschäftigung, stetig wachsende Produktivität, ein dichtes und umfassendes System sozialer Sicherung und öffentlicher Investitionen?“ Worauf Kreisky erwiderte:
„Ich erkläre mir das damit, dass wir dem Export viel Beachtung schenkten. Wir haben alle unsere Wirtschaftswissenschaftler exportiert.“  Bruno Kreisky im Gespräch mit John K. Galbraith

„Trotz der heiligen Versprechen der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz der Rufe der Millionen: ‘Nie wieder Krieg’, entgegen all den Hoffnungen auf eine schönere Zukunft muß ich sagen: Wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft, beibehalten wird, so wage ich es, heute schon zu behaupten, daß es keine 25 Jahre dauern wird, bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen.
Ich sehe die kommende Entwicklung klar vor mir. Der heutige Stand der Technik läßt die Wirtschaft rasch zu einer Höchstleistung steigern. Die Kapitalbildung wird trotz der großen Kriegsverluste rasch erfolgen und durch Überangebot den Zins drücken. Das Geld wird dann gehamstert werden. Der Wirtschaftsraum wird einschrumpfen, und große Heere von Arbeitslosen werden auf der Straße stehen. An vielen Grenzpfählen wird man dann eine Tafel mit der Aufschrift finden können: ‘Arbeitssuchende haben keinen Zutritt ins Land, nur die Faulenzer mit vollgestopftem Geldbeutel sind willkommen.’
Wie zu alten Zeiten wird man dann nach dem Länderraub trachten und wird dazu wieder Kanonen fabrizieren müssen, man hat dann wenigstens für die Arbeitslosen wieder Arbeit. In den unzufriedenen Massen werden wilde, revolutionäre Strömungen wach werden, und auch die Giftpflanze Übernationalismus wird wieder wuchern. Kein Land wird das andere mehr verstehen, und das Ende kann nur wieder Krieg sein.”
Silvio Gesell, direkt nach dem Ende des 1. Weltkrieges

Wer den Herrschaftsverhältnissen gegenüber nicht machtlos bleiben will, muss sie verstehen lernen, und zwar nicht bloß ihre sichtbaren Zwänge, sondern auch ihre verborgenen Mechanismen. Nur dann kann er auch die mannigfaltigen Fiktionen, Täuschungen und Manipulationen durchschauen, denen er von Seiten der Herrschenden ausgesetzt ist.
Jaroslav Langer, war als politischer Aktivist beim Prager Frühling beteiligt

“We can either have democracy in this country or we can have great
wealth concentrated in the hands of a few, but we can’t have both.”
Louis Brandeis, U.S. Supreme Court Justice (1856-1941)

Ich habe das Spiel wegen des Geldes mitgemacht. Die Low-Hanging Fruits – sprich: die Idioten, deren Eltern für Yale und den Harvard-MBA blechen – warteten nur darauf, gepflückt zu werden. Diese Leute waren (häufig) wirklich die Ausbildung nicht wert, die sie (angeblich) erhalten haben, aber sie stiegen trotzdem in Unternehmen wie AIG, Bear Stearns und Lehman Brothers sowie in alle Ebenen unserer Regierung auf. Dieses die Aristokratie stützende Verhalten machte es mir letztlich nur einfacher, Leute zu finden, die dumm genug waren, meine Verluste auszugleichen. Gott segne Amerika.

Andrew Lhade ein Hedgefondmanager, der sich 2008 zurückzog und einen Abschiedsbrief veröffentlichte

“Never assume malice when stupidity will suffice.”
„Nimm niemals Böswilligkeit an, wenn Dummheit hinreichend ist.“
Hanlon’s Razor

Wozu ist der Mensch auf der Welt? Zum Sterben.
Und was heißt das? Rumhängen und warten.
Charles Bukowski

Wenn einer, der mit Mühe kaum, gekrochen ist auf einen Baum, schon glaubt, dass er ein Vogel wär, so irrt sich der.
Wilhem Busch
Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten.
Vom Feinde bezahlt, dem Volke zum Spott.
Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten,
dann richtet das Volk. Dann gnade Euch Gott.
(Theodor Körner, Schriftsteller 1791 – 1813)

Menschliche Eigenschaften wie Güte, Großzügigkeit, Offenheit, Ehrlichkeit, Verständnis und Gefühl sind in unserer Gesellschaft Symptome des Versagens. Negativ besetzte Charakterzüge wie Gerissenheit, Habgier, Gewinnsucht, Gemeinheit, Geltungsbedürfnis und Egoismus hingegen sind Merkmale des Erfolges. Man bewundert die Qualität der ersteren und begehrt die Erträge der letzteren.
John Steinbeck (1902-1968)

Deswegen dürfen wir auch nicht mehr Geld in die Bildung stecken: Was meinen Sie eigentlich was hier los wäre, wenn mehr Menschen verstehen würden was hier los IST?  Volker Pispers

Mit der Globalisierung der Wirtschaft hält die Dritte Welt in den reichen Nationen selbst Einzug, wächst die Tendenz zu einer zweigeteilten Gesellschaft, in der große Bereiche unwichtig werden, weil sie zur Bereicherung der Privilegierten nichts beitragen.
Mehr als je zuvor muß die Masse ideologisch und physisch kontrolliert und aller Organisations- und Kommunikationsmöglichkeiten, der Vorbedingungen für konstruktives Denken und soziales Handeln, beraubt werden.
“Wirtschaft und Gewalt” (1993) Noam Chomsky

Bartolomé de Las Casas berichtet aus erster Hand, dass vor der Hinrichtung Hatuey von einem Priester gefragt worden sein soll, ob er zum Christentum übertreten und damit in den Himmel kommen wolle. Hatuey soll darauf gefragt haben, wohin die Spanier nach ihrem Tode kämen. Als darauf der Priester meinte, die Spanier kämen in den Himmel, soll Hatuey geantwortet haben, dass er mit solch grausamen Menschen nicht zusammen sein wolle und lieber in die Hölle ginge. Quelle: Wikipedia

“Sieh! Da steht das Erholungsheim
einer Aktiengesellschafts-Gruppe;
morgens gibt es Haferschleim
und abends Gerstensuppe.
Und die Arbeiter dürfen auch in den Park…
Gut. Das ist der Pfennig.
Und wo ist die Mark… ?

Sie reichen euch manche Almosen hin
unter christlichen frommen Gebeten;
sie pflegen die leidende Wöchnerin,
denn sie brauchen ja die Proleten.
Sie liefern auch einen Armensarg…
Das ist der Pfennig. Und wo ist die Mark… ?

Die Mark ist tausend- und tausendfach
in fremde Taschen geflossen;
die Dividende hat mit viel Krach
der Aufsichtsrat beschlossen.
Für euch die Brühe. Für sie das Mark.
Für euch der Pfennig. Für sie die Mark!

Proleten!
Fallt nicht auf den Schwindel rein!
Sie schulden euch mehr als sie geben.
Sie schulden euch alles! Die Länderein,
die Bergwerke und die Wollfärberein…
sie schulden euch Glück und Leben.
Nimm, was du kriegst. Aber pfeif auf den Quark.
Denk an deine Klasse! Und die mach stark!
Für dich der Pfennig? Für dich die Mark!
Kämpfe – !”
- Kurt Tucholsky, “Wohltätigkeit” - via ad sinistram

Der Amtseid:

Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.

Der Eid kann auch ohne religiöse Beteuerung geleistet werden. (Art. 56 Satz 2 GG)

“Als nächstes wird der Staatsmann billige Lügen erfinden, die die Schuld der angegriffenen Nation zuschieben, und jeder Mensch wird glücklich sein über diese Täuschungen, die das Gewissen beruhigen. Er wird sie eingehend studieren und sich weigern, Argumente der anderen Seite zu prüfen. So wird er sich Schritt für Schritt selbst davon überzeugen, dass der Krieg gerecht ist und Gott dafür danken, dass er nach diesem Prozess grotesker Selbsttäuschung besser schlafen kann.”
Mark Twain – ‘Der geheimnisvolle Fremde’

Der neoliberale Marktfundamentalismus war immer eine politische Doktrin, die gewissen Interessen diente. Sie wurde nie von ökonomischer Theorie gestützt, ebenso wenig von historischen Erfahrungen.«
*Joseph Stiglitz, Nobelpreisträger und ehemals Chefökonom
der Weltbank, Juli 2008

Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.

Heinrich Heine, September 1844 (Deutschland ein Wintermärchen)

Military men are dumb, stupid animals to be used as pawns for foreign policy.”
Henry Kissinger aus “The final Days” Bob Woodward und Carl Bernstein.

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